Sahne in Cola klingt für viele erst einmal nach einem Küchenunfall. Doch genau diese Mischung ist in den USA längst ein viraler Trend. Sogenannte Dirty Sodas erobern Social Media, Fast-Food-Ketten und sogar Supermärkte.
Das Prinzip: Softdrinks wie Cola oder Sprite werden mit Kaffeesahne, aromatisierten Sirups und frischer Limette kombiniert - ein Hybrid aus Limonade und Dessert, der optisch eher an Eiskaffee erinnert.
Die klassische Ur-Variante besteht laut chip.de aus Diät-Cola, Kokossirup, Limettensaft und einem Schuss Kaffeesahne. Inzwischen gibt es Tausende Variationen mit unterschiedlichen Sirups, Früchten und Cremes.
Der Trend hat seinen Ursprung im US-Bundesstaat Utah. Dort spielt die mormonische Gemeinschaft eine große Rolle. Für viele ihrer Mitglieder sind Alkohol, Kaffee und schwarzer Tee aus religiösen Gründen tabu - dadurch entstand eine Lücke im Getränkemarkt.
Schon in den 2010er-Jahren eröffneten erste spezialisierte Soda-Shops. Diese Dirty Sodas wurden schnell zu sozialen Treffpunkten - etwa für kurze Stopps nach dem Sport oder Treffen mit Freunden. Ketten wie Swig wuchsen innerhalb weniger Jahre auf Dutzende Standorte.
Anfang der 2020er-Jahre wurde Dirty Soda durch Social Media zum viralen Hit. Ein Foto von Sängerin Olivia Rodrigo und über 700.000 TikTok-Beiträge unter dem Hashtag #dirtysoda befeuerten den Hype.
Auch die Industrie springt auf den Zug auf: Coffee Mate brachte 2024 einen speziellen Dirty Soda Creamer auf den US-Markt, der direkt in Softdrinks eingerührt werden kann. In US-Supermärkten tauchen zunehmend fertige Sirup- und Mischprodukte auf.