DIY – Fassadenbegrünung gibt's jetzt zum Selbermachen

In Zeiten der Klimaerwärmung kommt der Fassadenbegrünung wesentliche Bedeutung zur Stadtkühlung zu.
In Zeiten der Klimaerwärmung kommt der Fassadenbegrünung wesentliche Bedeutung zur Stadtkühlung zu.Getty Images/iStockphoto
Ein neues "Do-it-yourself-System" macht das private Fassadenbegrünen kinderleicht – ohne behördliche Genehmigung. Ab 3.000 Euro ist man dabei.

In Zeiten von Hitzesommern und Klimawandel kommen Fassadenbegrünungen immer mehr in Trend, da sie für ein angenehmeres Klima sorgen können. In Wien gibt es schon seit einiger Zeit ein von der Stadt und Forschern All-in-One-Paket namens "BeRTA", das eine einfache Installation verspricht. Da die Nachfrage steigt, hat die Initiative eine zweite, kompaktere Variante zum Do-it-yourself-Selbstaufbau entwickelt, die nun österreichweit erhältlich ist. Kostenpunkt: ab 3.000 Euro.

"Fassadenbegrünungen können die Umgebung gefühlt um bis zu 13 Grad kühlen und sorgen für frischere Luft, zudem werten sie das Gebäude auf und führen zu höherer Wohnzufriedenheit", sagte eine Sprecherin der APA. Aufgrund des gestiegenen Interesses für derartige Outdoor-Installationen wollte man ein österreichweites Angebot schaffen.

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Trog-System "PeTER" braucht keine behördliche Genehmigung

Bei "PeTER" handelt es sich um ein Trog-System als zum Aufstellen auf dem Privatgrund. Dafür ist keine Genehmigung der Behörde notwendig - im Gegensatz zu straßenseitigen Installationen im öffentlichen Bereich wie Gehsteigen. Im Grundpreis enthalten sind zwei Begrünungs-Module inklusive Pflanzen wie Mauerkatze (Veitchii) oder Kletterhortensie. Der Aufbau dauert in etwa eine halbe Stunde pro Modul.

Mit dem Paket können circa 20 Quadratmeter Fläche begrünt werden. Weitere Tröge oder größere Pflanzen sind gegen Aufpreis bestellbar. Die Lieferung im Raum Wien ist im Preis bereits inkludiert, in Rest-Österreich können abhängig vom Lieferziel und von der Liefermenge Mehrkosten anfallen. Eine Selbstabholung im Lager in Stockerau (Bezirk Korneuburg) in Niederösterreich ist möglich.

Hier wird Fassadenbegrünung gefördert

Mittlerweile gibt es auch öffentliche Zuschüsse für Fassadenbegrünungen. In Wien beispielsweise können über die Förderung die Gesamtkosten für bis zu vier Module abgedeckt werden. Es gibt mittlerweile auch in einigen anderen Städten und Gemeinden Förderungen, die für "PeTER" in Frage kommen können, so die Sprecherin zum Beispiel in Graz, Baden bei Wien, Mödling, Traun, Eisenstadt und Wieselburg.

Weitere Projekte "in der Pipeline"

"PeTER"-Vorläufer "BeRTA" wurde im Rahmen des Projekts "50 Grüne Häuser" von einem Forschungsteam gemeinsam mit der Stadt Wien entwickelt. Es handelt sich um einen Zusammenschluss von mehreren Unternehmen, Begrünungsexperten und Materiallieferanten. Seit dem Start im Jahr 2020 wurden in Wien 74 Fassadenbegrünungs-Module umgesetzt. Weitere Projekte sind bereits "in der Pipeline", einige werden demnächst umgesetzt, hieß es.

"PeTER"-Module können online auf https://berta-modul.at/peter/ bestellt werden.
Für Interessierte finden am 29. und am 30. Juni jeweils um 17.00 Uhr Online-Webinare statt.

Registrierung 29. Juni (Schwerpunkt Hausverwaltungen): https://attend.zoho.eu/berta
Registrierung 30. Juni (Schwerpunkt Privatpersonen): https://attend.zoho.eu/peter

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