Schwere Kindheit

DJ Ötzi: "War der Bursche, den niemand gebraucht hat"

Vom ungeliebten Außenseiter zum gefeierten Star: DJ Ötzi spricht offen über seine schwere Kindheit, Verluste – und warum sich alles gelohnt hat.
Heute Entertainment
20.05.2026, 23:00
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DJ Ötzi (Gerry Friedle) zeigt im Servus-TV-Format "Weltmeister des Lebens" seine verletzliche Seite. Ganz ehrlich spricht er mit Moderator Christian Nehiba über die schwierigsten Momente seines Lebens.

Er kam zu Zieheltern – und erinnert sich an diese Zeit besonders emotional: "Da habe ich mich sehr wohlgefühlt, da war ich in einer Familie, die streng war, aber auch sehr herzlich." Doch dieses Glück hielt nicht lange an. Wenige Jahre später ist er aus dieser "geliebten Situation herausgerissen" worden. Sein Vater hat ihn "dann schon fast ins Ötztal 'entführt'," erzählt Friedle heute. Eine Situation, die als Kind für ihn schwer verkraftbar war.

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Aus dem geliebten Umfeld gerissen

"Es war furchtbar weil ich gehöre da nicht her," versetzt sich der Tiroler zurück und führt fort: "Als Kind ich habe ja keine Möglichkeit gehabt wieder dorthin zu flüchten, wo ich war, wo es mir so gut gegangen ist, wo ich auch so eine pure Liebe gespürt habe und nicht ein Schutzschild oder was auch immer war."

Heute blickt der 55-jährige versöhnlich auf seine Vergangenheit zurück: "Es hat mich zu dem gemacht was ich heute bin." Auch sein riesiger Erfolg mit seiner Musik hat ihm gezeigt, warum er das alles durchstehen musste: "Alles war die Vorbereitung, dass ich alles aushalte. Wenn dich erst gar niemand kennt und dann die ganze Welt, musst du menschlich auch erstmal derblasen."

Heute spürt er für allem Dankbarkeit – und den Drang, immer weiterzumachen: "Wenn du der Bursche warst, den niemand gebraucht hat – das war schon magic. Ich hab mir schon öfters gedacht, ich bin bei Gott nicht toll und ich bin bei Gott nicht schön. Für mich ist wichtig, was zu hinterlassen, wo man sagt, der hat nie aufgehört, an sich zu arbeiten."

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