Sebastian Wirth (25, Scapula) und Oscar Kleedorfer (23, Weazl) sind in der heimischen "Drum 'n' Bass"-Szene längst keine Unbekannten mehr. Seit über sieben Jahren stehen die beiden hinter den Turntables – nun wagen sie den nächsten großen Schritt: Mit "Outback", das von 29. bis 31. August in Wiesen (Burgenland) über die Bühne geht, organisieren sie das größte Drum-'n'-Bass-Festival Österreichs.
"Heute" traf die beiden DJs zum Gespräch und plauderte mit ihnen über das bevorstehende Große, Jugendträume, Fanboy-Momente und Zukunftspläne.
Ihre musikalische Karriere begann früh und lag nicht nur am Freundeskreis: "Bei uns ist es ziemlich ähnlich abgelaufen. Dein Vater ist DJ, meiner ist auch Hobby-DJ – wir haben das quasi in die Wiege gelegt bekommen", erzählt Sebi im Talk. Was als Hobby begann, wurde schnell zur Leidenschaft – und zur Veranstaltungsreihe "Collapse", die 2018 im Burgenland startete und sich bald auch in Wien etablierte. Nun steht ihr erstes Festival bevor.
"Letztes Jahr gab es die erste Ausgabe vom 'Outback' – damit sind wir zurück ins Burgenland, 'back to the roots'. Das war aber nur ein Tag", erklärt Kleedorfer. Doch jetzt kommt ein dreitägiges Festival auf die beiden zu und das bringt einige Herausforderungen mit sich.
"Wir haben uns da selbst ins kalte Wasser geworfen. Jeden Tag kommt eine neue Überraschung auf uns zu – mal positiv, mal negativ. Dieses Mal gibt es einen Campingplatz und man muss für Verpflegung sorgen. Aber ich glaube, wir sind auf einem guten Weg, haben das gut gemeistert – und es wird richtig cool werden", freuen sich die beiden DJs.
In diesem Jahr rechnen die Veranstalter mit 1.000 bis 1.500 Gästen. Ein Highlight: AMC, einer der größten internationalen "Drum 'n' Bass"-Acts – und ein echter Fan-Liebling. "Wir haben ihn schon öfter angefragt – dieses Jahr hat es endlich geklappt", sagt Sebi stolz. Oscar ergänzt mit einem Grinsen: "Wir sind halt auch ein bisschen Fanboys." Neben dem internationalen Line-up legen die beiden aber besonderen Wert auf lokale Acts: "Es ist uns wichtig, die österreichische Szene zu repräsentieren."
Wirth und Kleedorfer studieren beide noch, doch was als Hobby begann, wird mehr und mehr zum Fulltime-Job. "Es ist ein Wunsch, das irgendwann zu meinem Beruf zu machen – wobei es das eh schon ein bisschen ist", schmunzelt Sebi. Auch Oscar ist überzeugt: "Ich glaube, es gibt kein schöneres Gefühl, als sein Hobby zum Beruf zu machen."