Djokovic bleibt frei – aber nur für wenige Stunden

Novak Djokovic
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Die Anwälte von Tennis-Star Novak Djokovic werden gegen die Aberkennung des Visums neuerlich eine Beschwerde einbringen. 

Der australische Einwanderungsminister Alex Hawke hatte am Freitag bekanntgegeben, dem ungeimpften Serben das Einreisevisum zu entziehen. Damit hält sich der 34-Jährige illegal im Land auf, kann nach aktuellem Stand nicht an den am Montag beginnenden Australian Open teilnehmen. 

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Diese Entscheidung will der Weltranglisten-Erste im Tennis nicht hinnehmen. Djokovics Anwälte kündigten in einer Anhörung vor Richter Anthony Kelly am späten Freitagabend australischer Zeit an, eine Beschwerde gegen die Annullierung des Visums einzubringen. 

Djokovic-Einspruch

Das Team rund um Djokovic-Anwalt Nick Wood möchte ein Schnellverfahren anregen. Das Ziel ist klar: Spätestens am Sonntag soll Klarheit herrschen, um so ein Antreten des Tennis-Stars bei den Australian Open am Montag zu ermöglichen. "Eine Behandlung des Themas würde nicht länger als 60 Minuten dauern", behauptete Anwalt Woods, erklärte, dass sie einen Punkt ausgemacht hätten, der in der Berufung herausgestrichen werden soll. Diesen nannte der Anwalt freilich nicht. 

Gleichzeitig konnte sich die Rechtsvertretung des Serben eine Spitze gegen Einwanderungsminister Hawke nicht verkneifen. "Dass wir jetzt überhaupt in dieser Situation sind, haben wir dem Minister zu verdanken. Er hat sich mit seiner Entscheidung so lange Zeit gelassen", meinte Wood. 

Ausweisung vertagt

Richter Kelly entschied derweil in einer Anhörung am späten Freitagabend (Ortszeit), dass Djokovic so lange nicht außer Landes gebracht werden darf, bis das Verfahren abgeschlossen ist. 

Djokovic wird für Samstagvormittag (8 Uhr australischer Zeit) zu einer Anhörung der Einwanderungsbehörde vorgeladen, darf danach zu einer Absprache zu seinen Anwälten, muss daraufhin jedoch zurück ins berüchtigte Quarantäne-Hotel, um dort auf seine Anhörung am Sonntagvormittag zu warten. Das Verfahren soll im Laufe des Sonntags abgeschlossen werden. 

Aktuell ist der Serbe noch nicht in Gewahrsam genommen worden, wie seine Anwälte bekannt gaben. 

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