Die Australian Open bekommen ihr Traum-Halbfinale. Carlos Alcaraz, der topgesetzte Spanier, trifft auf den Weltranglisten Dritten Alexander Zverev aus Deutschland. Das zweite Semifinale bilden dann Djokovic und Sinner, Titelverteidiger beim ersten Grand Slam des Jahres. Beide Duelle finden am Freitag statt.
Vor dem Auseinandertreffen mit dem Südtiroler gab sich Djokovic in einer Pressekonferenz aber angriffig. Konkret ging es um das Generationen-Duell im Tennis. Djokovic, bereits 38 Jahre alt, trifft schließlich auf den 14 Jahre jüngeren Weltranglisten-Zweiten.
"'Zu Beginn deiner Karriere warst du der Jäger von Rafael Nadal und Roger Federer. Jetzt scheint es so, als wärst du der Jäger von Alcaraz und Sinner", wollte ein Journalist wissen, wurde aber schnell vom serbischen Tennis-Star unterbrochen: "Ich jage Jannik und Carlos? Inwiefern?"
Der Journalist führte dann die Dominanz der beiden Jungstars im Tennis in den letzten Jahren an, betonte aber auch Djokovics Erfolge davor. Doch das wollte der Weltranglisten-Vierte so gar nicht gelten lassen, reagierte äußerst gereizt. "Ich bin also immer der Jäger und nie der Gejagte?", fragte er. Um dann nach einigen Sekunden Pause anzufügen: "Ich habe 24 Grand Slams gewonnen. Vielleicht sollte man das auch ab und zu einmal erwähnen."
Danach knöpfte sich der Rekord-Sieger in Grand Slams den Reporter vor. "Ich finde das etwas respektlos. Zwischen der Zeit von Roger und Rafa und der Zeit von Jannik und Carlos liegen 15 Jahre. Und in den 15 Jahren habe ich die Grand Slams dominiert", unterstrich Djokovic. Danach wurde der Serbe mit Blick auf seine Konkurrenten aber versöhnlicher: "Roger und Rafa werden immer meine größten Rivalen bleiben. Ich habe den größten Respekt vor dem, was Jannik und Carlos leisten. Sie werden das noch lange tun. Neue Superstars tauchen auf", so der 38-Jährige, das sei normal im Sport.
Danach schloss Djokovic mit einer klaren Ansage: "Ich jage niemandem hinterher, ich konzentriere mich darauf, meine Geschichte zu schreiben."