Die Weltranglisten-Erste setzte sich gegen die an Nummer zwölf gesetzte Ukrainerin Elina Switolina mit 6:2 und 6:3 durch, bekommt es nun im Endspiel am Samstag mit der an Nummer fünf gesetzten Kasachin Jelena Rybakina zu tun, die sich gegen die US-Amerikanerin Jessica Pegula mit 6:3 und 7:6 (7) durchgesetzt hatte.
Davor ging es im Semifinale aber heiß her – ein Eklat mit Ansage folgte. Sowohl vor als auch nach dem Spiel gab es nämlich keinen Handschlag der beiden Spielerinnen. Switolina weigert sich schon seit Jahren, mit Spielerinnen aus Russland oder Belarus nach dem Spiel abzuklatschen.
"Ich gebe Russinnen und Belarussinnen nicht die Hand, so einfach ist das", stellte die 31-jährige Ukrainerin bereits beim Duell mit Sabalenka bei den French Open 2023 klar. Ihre Entscheidung folgte freilich nach dem Angriff Russlands im Jahr 2022. ""Ich repräsentiere mein Land, ich habe eine Stimme und eine Haltung in diesem Krieg. Was Russland und seine Soldaten in unserem Land angerichtet haben, ist schrecklich", meinte Switolina.
Schon auf dem Weg ins Halbfinale schaltete Switolina mit Mirra Andrejewa und Diana Schnaider bereits zwei Russinnen aus. Handschlag? Fehlanzeige. Dafür hatte es auch bereits den einen oder anderen Buhruf oder Pfiff vom Tennis-Publikum in Melbourne gegeben. Der Platzsprecher erklärte diesmal den Fans in der Rod Laver Arena kurz vor dem Matchball, dass es auch diesmal keinen Handschlag der beiden Spielerinnen geben werde.
Sabalenka hält sich derweil mit politischen Äußerungen betont zurück. "Ich bin für den Frieden. Daran hat sich nichts geändert. Und mehr gibt es dazu nicht zu sagen", meinte sie.