Donald Trump verspottet Whistleblower

Der Bericht des Whistleblowers zum Telefonat zwischen Trump und dem ukrainischen Präsidenten ist öffentlich. Das Telefonat hätte vertuscht werden sollen.
Die Identität des Whistleblowers ist nicht öffentlich bekannt. Die "New York Times" berichtete, es solle sich um einen Mitarbeiter des Auslandsgeheimdiensts CIA handeln. Seine Anwälte hätten davor gewarnt, Informationen über den Whistleblower zu veröffentlichen und ihn so zu gefährden, schrieb die Zeitung.

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Trump selbst sieht sich einmal mehr als Opfer einer "Hexenjagd" der Demokraten und schrieb auf Twitter: "Der Präsident der Ukraine sagte, dass er nicht von mir unter Druck gesetzt wurde, etwas Falsches zu tun. Ein besseres Zeugnis kann man gar nicht haben!"

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Zudem zweifelte Trump die Glaubwürdigkeit des Whistleblowers an. Dieser hatte angegeben, bei den meisten von ihm beanstandeten Vorgängen kein direkter Zeuge gewesen zu sein, aber übereinstimmende und glaubwürdige Informationen verschiedener Regierungsmitarbeiter dazu bekommen zu haben. "Ein Whistleblower mit Informationen aus zweiter Hand?", twitterte Trump höhnisch.



Der US-Präsident sagte laut eines Zeitungsberichts an der Uno-Vollversammlung gegenüber Vertretern der US-Botschaft bei den UN, er wolle die Identität des Whistleblowers in Erfahrung bringen. Der Informant sei "nahe dran an einem Spion", sagte Trump der "New York Times" zufolge. Früher sei mit Spionen anders umgegangen worden, fügte Trump demnach hinzu. Die "Los Angeles Times" hat einen Audiomitschnitt veröffentlicht.



In der Ukraine-Affäre hat US-Präsident Donald Trump die Bereitschaft signalisiert, gegen ein von den Demokraten erwogenes Amtsenthebungsverfahren juristisch vorzugehen. "Was ... die Demokraten diesem Land antun, ist eine Schande und sollte nicht erlaubt sein", sagte Trump am Donnerstag. "Es sollte einen Weg geben, das zu stoppen, vielleicht juristisch durch die Gerichte." Trump äußerte sich nach seinem Rückflug aus New York, wo er an der UN-Vollversammlung teilgenommen hatte.



Phil Scott ist der erste republikanische Gouverneur, der öffentlich das Impeachement-Verfahren befürwortet. Er relativierte zwar in einer Pressekonferenz, dass er nicht glaube, dass Trump angeklagt oder gar des Amtes enthoben werden sollte, wie es in einem Artikel der "New York Times" heißt. Er sei aber dafür, dass der Kongress den vollständigen Bericht des Whistleblowers genau untersuchen sollte. "Viele erkennen, dass die Anklage nicht auf die leichte Schulter genommen werden sollte. Ich hoffe, dass die Untersuchung objektiv verläuft und die Fakten für sich sprechen werden."



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