"Doom Eternal: The Ancient Gods" im Switch-Test

Der erste Teil der fantastischen Erweiterung "The Ancient Gods" für den Shooter "Doom Eternal" hat nun den Weg auf die Nintendo Switch gefunden.

Nach dem grandiosen Comeback der "Doom"-Reihe 2016 konnte es eigentlich gar nicht besser werden. Bis der Nachfolger "Doom Eternal" im März 2020 erschien und alle anderen Shooter in die Schranken wies. Brutal schnelles Shooter-Gameplay, neue Bewegungsmechaniken und ein bis heute gehypter Multiplayer machten "Doom Eternal" zum besten Shooter aller Zeiten. Kein Wunder, dass Bethesda und id Software nicht nur zwei Erweiterungen namens "The Ancient Gods" nachlegte, sondern das Hauptspiel im Dezember 2020 auch auf die Nintendo Switch brachte.

Letzteres gelang insgesamt gut, wenn auch abgespeckt. "Doom Eternal" basiert zwar auf der unglaublich optimierten id Tech Engine, die Framerate von 60fps der anderen Fassungen konnte auf Nintendo Switch aber nicht beibehalten werden. Das Spiel läuft sowohl im Handheld- als auch im Dock-Modus mit 30fps bei einer Auflösung von maximal 720p – sie wird dynamisch skaliert. Die Folge waren deshalb auch einige Framerate-Einbrüche in Massengefechten und eine etwas pixelige Optik vor allem in den Videosequenzen. Dennoch: Das Gameplay blieb solide, die Steuerung fiel präzise aus.

Knüpft nahtlos an das Hauptspiel an

Nachdem bereits Teil 1 und 2 der Erweiterung "The Ancient Gods" auf den anderen Plattformen erschienen sind, werden sie nun auch auf der Nintendo Switch nachgereicht. Im "Doom Eternal Expansion Pass" ist "The Ancient Gods - Part One" bereits verfügbar, "The Ancient Gods - Part Two" wird "zu einem späteren Zeitpunkt erscheinen", heißt es von den Entwicklern. Nettes Extra-Service: Der Ereiterungspass ist auch separat auf der Switch spielbar, man muss das Hauptspiel also nicht besitzen.

Das Spiel startet dabei direkt nach – Vorsicht, Spoiler! – dem Ende von "Doom Eternal" und den gewonnenen Schlachten gegen die Khan Makyr und das Icon of Sin. Die Kämpfe hatten allerdings ihren Preis: Mit den geschwächten Makyr und dem Höllensturm auf deren Heimatwelt Urdak gewinnen die Höllen-Wesen wieder genug Kraft, um eine erneute Invasion auf der Erde starten zu können. Der einzige Ausweg scheint nun darin zu liegen, dass die Spieler als Doom Slayer den Seraphim finden, der unserem Helden ursprünglich seine große Kraft verliehen hatte.

Von Beginn weg gleich Vollgas

Die Details und einen ausführlichen Test des ersten Teils der Erweiterung liest du hier – an dieser Stelle wollen wir deshalb auf die Besonderheiten der Switch-Version eingehen. Zuerst zum offensichtlichen: Wer das Expansion-Paket kauft, kann die Erweiterungen nicht nur ohne Besitz des Hauptspiels zocken, sondern bekommt auch beide Teile, obwohl "The Ancient Gods - Part Two" erst später im Sommer erscheint. Er wird dann automatisch zum Download auf der Switch hinzugefügt. Allerdings: Für Neulinge kann der DLC extrem hart ausfallen – Erfahrung aus dem Hauptspiel wäre also willkommen.

Der Grund für den Härtegrad ist einfach: Es gibt nur ganz kurze Tutorials für die neuen Gameplay-Mechaniken, das Wissen jener aus dem Hauptspiel wird aber vorausgesetzt. Zudem ist bereits das erste Level keine Eingewöhnungsumgebung, sondern hetzt gleich starke Feinde in großer Anzahl auf uns, die uns keine ruhige Minute lassen. Immerhin: Der Spieler startet mit einem voll aufgerüsteten Doom Slayer samt allen voll aufgerüsteten Waffen, freigeschalteten Waffenmods, gefundenen Runen und investierten Verbesserungen.

Knackpunkt bleibt die Steuerung

Einer der Knackpunkte der Switch-Version ist und bleibt die Steuerung. Die Switch bietet zwar die innovative Möglichkeit, die Bewegungssteuerung zu aktivieren und damit mit dem Schwenken und Neigen der Switch im Handheld-Modus das Fadenkreuz zu verschieben plus mit dem Stick nachzujustieren – das geht aber selbst mit Übung im Vergleich zur Gamepad-Steuerung behäbig und in den härtesten Gefechten zu ungenau vonstatten. Die Steuerung über die Joy-Con ohne Bewegungssteuerung ist da schon besser, optimal spielt sich das Game aber nur mit einem Pro-Controller.

Grafisch dagegen hat sich das Spiel im Vergleich zum Hauptteil gebessert. Die technischen Gegebenheiten – 30 statt 60 fps, 720p – gibt es zwar noch immer, die Farben sind nun aber stärker, die Beleuchtung beeindruckt und die Details verschwimmen nicht mehr so stark. Im TV-Modus könnte man den "Doom Eternal Expansion Pass" auf Switch glatt beim schnellen Hinsehen mit einer PlayStation-4- oder Xbox-One-Version verwechseln, erst beim etwas längeren Spielen zeigen sich dann die Unterschiede im Detailgrad und bei der Framerate.

Der Vor- und Nachteil der Switch-Version

Auch Framerate-Einbrüche gibt es nun kaum mehr – was verwundert, denn "The Ancient Gods" birgt teils weit größere und schnellere Gefechte, als es das Hauptspiel getan hat. Etwas verschwommener und weniger detailliert wird es zwar im Handheld-Modus der Nintendo Switch, dennoch beeindruckt uns im Test das Ergebnis, das der Shooter auch dort abliefern kann, gewaltig. Lob muss es dafür auf jeden fall geben, denn bisher gibt es wohl keinen einzigen Shooter für unterwegs, der beim mobilen Gaming so grandios wie dieser aussieht.

Auch das Fazit zum Test von "Doom Eternal Expansion Pass" offenbart Licht und Schatten. Grafik und Steuerung bessern sich zwar im Vergleich zum Hauptspiel gegenüber den Konsolen- und PC-Versionen, zeigen aber noch immer deutliche Unterschiede. Vor allem die Steuerung geht auf der Switch anfangs nicht gerade leicht von der Hand – und die optionale Bewegungssteuerung bleibt ein nettes Gimmick statt einer brauchbaren Alternative. Aber: "Doom Eternal Expansion Pass" ist eindeutig der bisher beste Shooter auf der Switch und kann in Hinsicht auf die Einschränkungen der Plattform dennoch überzeugen.

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