Doppelschlag gegen Glücksspielmafia in Wien

Der Finanzpolizei ist am Wochenende gleich ein Doppelschlag gegen die Glücksspielmafia in Wien gelungen.

Der erste Einsatz fand in Wien Favoriten statt: Die Finanzpolizei wurde in der Nacht von Freitag, den 9. April, auf Samstag von der Polizei zu einem Einsatz wegen Ruhestörung gerufen, da die Polizeibeamten in einem blickdichten und scheinbar leeren Geschäftslokal 6 Personen und 4 Glückspielgeräte vorgefunden hatten.

Der Hintereingang des Lokals in das Stiegenhaus war im Stiegenhaus so verbarrikadiert, dass sich die Tür aus dem Lokal heraus nicht öffnen ließ, was möglicherweise Diebstahls- und Fluchtversuche von Spielern, die an den üblicherweise manipulierten illegalen Geräten um ihr Geld gebracht werden, verhindern sollte.

Die Finanzpolizistinnen und Finanzpolizisten stellten fest, dass es sich bei den Geräten um 3 Walzenspielgeräte und ein Cashcenter handelte, die sich im betriebsbereiten Zustand befanden. Den Expertinnen und Experten des Finanzressorts gelang es, die Gerätebuchhaltung auszulesen und insgesamt 710 Euro sicherzustellen.

Illegale Glücksspielgeräte

Die illegalen Glücksspielgeräte wurden in ein Lager der LPD Wien gebracht. Die Polizei fand in dem Lokal außerdem eine geringe Menge Suchtgift vor. In Folge wurden Anzeigen wegen Verstößen gegen das Glücksspielgesetz, gegen die COVID-19-Bestimmungen und gegen das Suchtmittelgesetz erstattet.

Der zweite Einsatz fand am Sonntag, den 11. April, in Wien Penzing ebenfalls in Folge eines Polizeieinsatzes statt. Ein Anrufer hatte zuvor angegeben, in einem Raum des Mehrfamilienhauses, der mit "Magazin" gekennzeichnet war, Walzenspielgeräte und mehrere ein- und ausgehende Personen gesehen zu haben. Vor Ort wurde der Schlüssel für die Magazintür gefunden und in dem Raum fanden die Beamtinnen und Beamten 7 Glücksspielgeräte vor.

Finanzminister Gernot Blümel
Finanzminister Gernot Blümelpicturedesk.com

Die Geräte waren teilweise in Plastikfolie eingepackt und wurden dort offensichtlich gelagert und repariert. Da die Geräte nicht funktionsfähig waren, konnten sie nicht beschlagnahmt werden, die Seriennummern wurden jedoch erfasst.

Blümel: "Werden weiterhin konsequent gegen Banden vorgehen"

Vor Ort wurde ein 37-jähriger Mann angetroffen, der die Geräte nach eigenen Angaben an dem Tag mit einem weiteren Mann in das Lager gebracht hatte. Gegen den Transporteur, der Arbeitslosengeldbezieher ist und bei dem auch Suchtgift gefunden wurde, legte die Finanzpolizei Strafanträge wegen Verstößen gegen das ASVG und das Arbeitslosenversicherungsgesetz.

Finanzminister Gernot Blümel: "Die Kombination aus illegalem Glücksspiel an meistens manipulierten Automaten und Drogen ist besonders fatal und gefährdet die finanziellen Existenzen ganzer Familien. Gemeinsam werden Polizei und Finanzpolizei auch weiterhin konsequent gegen kriminelle Banden vorgehen, die ihr übles Geschäft auf dem Rücken suchtkranker Menschen betreiben und ihnen Gewinnchancen vorgaukeln, die es nicht gibt."

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