László Toroczkai ist Bürgermeister im ungarischen Dörfchen Asotthalom unweit der serbisch-ungarischen Grenze. Er hat eine ganz eigene Strategie, wie er mit den vielleicht ankommenden Flüchtlingen umgehen will - er hofft, dass sie sein Video sehen, sich fürchten und gar nicht erst ankommen.
"Wer unsere Grenze illegal überschreitet, könnte leicht im Gefängnis enden" verkündet der junge Bürgermeister auf ungarisch mit englischen Untertiteln. Dass sie jeden Flüchtling auch wirklich erwischen, impliziert er, indem gezeigt wird, wie Polizeiautos mit eingeschaltetem Blaulicht über Feldwege rasen. Auch Motocross-Maschinen und sogar Pferde werden in Asotthalom eingesetzt, wie das Video zeigt. Dann hat auch noch ein Hubschrauber einen Auftritt.
Damit die Flüchtlinge gar nicht erst nach Ungarn einreisen, spricht der Bürgermeister potentielle Immigranten persönlich an und gibt "Reisetipps":
"Wenn du ein illegaler Immigrant bist und nach Deutschland willst, ist der kürzeste Weg von Serbien durch Kroatien und Slowenien. Traue den lügenden Schleppern nicht. Ungarn ist eine schlechte Wahl. Und Asotthalom ist am schlimmsten!"