Der Ex-Kanzler gilt als Freund von Wladimir Putin, arbeitet seit Jahren als Aufsichtsratsboss bei einem russischen Öl-Giganten. Dortmund fordert Schröder nun auf, seine Ämter in Russland aufzugeben.
Andernfalls will der Klub sein Ehrenmitglied rauswerfen. Auf Anfrage der Bild-Zeitung heißt es aus Dortmund: "Zuallererst ist es uns wichtig zu betonen, dass der BV. Borussia 09 e.V. Dortmund den Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine für einen eklatanten Verstoß gegen geltendes Völkerrecht hält. Die BVB-Familie verurteilt diese schändliche Aggression zutiefst. Gerhard Schröder haben wir während seines politischen Wirkens als Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland als mutigen, streitbaren Demokraten kennengelernt, der sein freiheitliches Weltbild auch gegen Widerstände verteidigt. Diesen Gerhard Schröder halten wir gern in Erinnerung und hoffen, dass dieser Gerhard Schröder nicht nur eine Vergangenheit, sondern auch eine Zukunft hat."
"Unserer Meinung nach gehört dazu in einer Situation, in der an jedem einzelnen Tag unschuldige Menschen durch Bomben sterben, zwingend nicht nur ein mündliches Bekenntnis gegen jede kriegerische Handlung, sondern auch der klare Wille und die Überzeugung, auf Führungspositionen in russischen Staatskonzernen verzichten zu müssen. Wir hoffen inständig, dass Gerhard Schröder zu dieser Ansicht gelangen wird und möchten ihm die Gelegenheit dazu geben", lautet das Statement des Vereins weiter.
Der BVB droht: "Sollte Gerhard Schröder jedoch weiterhin an besagten Positionen festhalten, könnten wir dies als BV. Borussia 09 e.V. Dortmund nicht akzeptieren und würden eine entsprechende Entscheidung treffen."