Hans Peter Doskozil fordert Asylzentren in Nordafrika, in denen Asylanträge künftig gestellt werden sollen. Er greift damit einen Vorschlag von Ex-Innenministerin Johanna Mikl-Leitner aus dem Vorjahr auf. Außenminister Sebastian Kurz begrüßt die Idee. Diese seien auch "Teil des australischen Modells", stichelt ein Sprecher des ÖVP-Ministers nach harter Kritik am Kurz-Vergleich zwischen Australien und Österreich.
Hans Peter Doskozil fordert und Österreich.
Der Verteidigungsminister möchte mit der Schaffung von Einrichtungen in Übersee "dem Sterben im Mittelmeer ein Ende setzen", sagte er der "Krone" (Mittwochausgabe). Die Europäische Union und das Flüchtlingshochkommissariat der Vereinten Nationen (UNHCR) sollen besagte Zentren betreiben.
Flüchtlinge sollen dort ihren Asylantrag stellen, das Verfahren soll auf EU-Standards basieren. "Für all jene, die als schutzbedürftig angesehen werden, soll die EU die sichere Überfahrt nach Europa gewährleisten", so Doskozil. Flüchtlinge, die von Schleppern vorbeigeschleust werden, sollen zurück ins Auffanglager gebracht werden. Wer kein Recht auf Asyl hat, müsse ins Herkunftsland zurückgeführt werden.
Ein Sprecher von Außenminister Sebastian Kurz goss erneut Öl ins Feuer: "Asylzentren außerhalb des Kontinents sind auch Teil des australischen Modells", unterstrich er. Bundeskanzler Christian Kern hatte am Dienstag klargestellt, dass er wolle, von SPÖ-Ministern kam harte Kritik.