Im Vorfeld des Landesparteitags kritisierte der amtierende burgenländische Landeshauptmann Hans Peter Doskozil die Bundes-SPÖ als "nicht regierungsfähig". Dennoch zeigten sich Parteichefin Pamela Rendi-Wagner und Doskozil betont freundschaftlich verbunden.
Der Parteitag zeigte auch die Spaltung der Partei. In einer Befragung waren die Mitglieder dazu aufgerufen, den favorisierten Koalitionspartner zu benennen. 49 Pronzent der Befragten gaben den aktuellen Koalitionspartner der Sozialdemokraten im Burgenland, die FPÖ, an. Nur knapp dahinter votierten allerdings 40 Prozent für eine Zusammenarbeit mit den Grünen.
Wenig überraschend erhielt Doskozil das Vertauen, um als Spitzenkandidat in die am 26. Jänner 2020 stattfindende Wahl zu gehen. Er erhielt 99 Prozent aller Delegiertenstimmen. Bestimmendes Thema des Wahlkampfes sollen der 1.700-Euro-Mindestlohn, die Biowende und die Sicherheit werden.
Für einige Beobachter überraschend kam die Ankündigung des Namens jener Liste, unter der die SPÖ im Jänner ins Rennen gehen wird. Nicht nur der Wahlkampf, sondern auch der Name soll auf den Spitzenkandidaten zugeschnitten werden. So macht Doskozil einen auf Sebastian Kurz und stellt seinen Namen in den Mittelpunkt. Auf dem Wahlzettel wird er unter der Bezeichnung "Liste Doskozil - SPÖ Burgenland" zu wählen sein.