Dragon's Dogma: Dark Arisen im Test für PS4

Der Drache, der unser Herz gestohlen hat, ist zurück - mit einem lachenden und einem weinenden Auge stürzen wir uns in die Welt von Dark Arisen.
Dragon's Dogma schafft im Oktober zum dritten Mal den Sprung auf die Konsolen: Das Fantasy-Epos aus Japan erschien erstmals 2012 für PS3 und Xbox 360. Ein Jahr später wurde es samt einer etwa 15-stündigen Erweiterung als "Dragon's Dogma – Dark Arisen" neu herausgebracht. Diese Version ist nun auch für die aktuelle Konsolengeneration erhältlich. Wir haben uns die PS4-Umsetzung angesehen.

Im Vergleich zu Spielen wie Skyrim, Fallout 4 und The Witcher 3 merkt man Dragon's Dogma deutlich an, dass es schon fünf Jahre auf dem Buckel hat. Die Präsentation, die Menüführung, die Grafik – hier kann der Titel mit aktuellen Games nicht mithalten.

Aufgehübscht, aber kein Grafik-Wunder

Die Texturen an Charakteren und Bossmonstern wurden für die Neuauflage zwar verbessert, und auch die Effekte hat man aufgehübscht. Wenn wir als Magierin nachts Feuerbälle auf Goblins regnen lassen, dann ist das immer noch schön anzusehen. Das kann aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass Ihr euch die meiste Zeit durch eine Welt an Braun- und Grautönen bewegt. Nicht gerade hilfreich: Eine Schnellreisefunktion gibt es nur eingeschränkt, weshalb Ihr immer wieder durch die selben teils öden Gegenden trabt.

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Aber man bringt ein Spiel nicht zum dritten Mal heraus, wenn es keine überzeugenden Qualitäten hat. Und davon gibt es tatsächlich einige. Da wäre zum einen das Kampfsystem, das auch heute noch jede Menge Spaß macht. Je nachdem, welche der neun verschiedenen Klassen Ihr ausgewählt habt, schnetzelt Ihr euch mit Dolchen durch Gegnerhorden, haut mit dem Breitschwert gleich mehrere Monster mit einem Hieb um oder entfesselt arkane Vernichtungskräfte. Das alles funktioniert in Echtzeit und geht nach kurzer Eingewöhnungszeit flott von der Hand.

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Dragon's Dogma: Dark Arisen - Launch Trailer
Dragon's Dogma: Dark Arisen - Launch Trailer


CommentCreated with Sketch.0 zu den Kommentaren Arrow-RightCreated with Sketch. Viel Freiheit beim Charakter

Schön: Das offene Charaktersystem lässt Euch jederzeit zwischen den verschiedenen Klassen wechseln. Nach 20 Leveln als Krieger habt Ihr keine Lust mehr auf Schwert und Schild? Kein Problem – gegen eine kleine Gebühr tauscht Ihr sie gegen einen Bogen aus und versucht Euch fortan im Fernkampf. Dabei solltet Ihr allerdings beachten, dass die Boni beim Stufenaufstieg von der ausgewählten Klasse abhängen. Wenn Ihr das meiste aus Eurem Magischen Bogenschützen herausholen wollt, solltet Ihr gleich vom Spielstart an vorausplanen und die Klassen dementsprechend auswählen.

Aber keine Sorge, das Charaktersystem verzeiht viel und lädt zum Ausprobieren ein. Ob wir schlussendlich 50 Punkte mehr oder weniger in Magie investiert haben ist weitaus weniger wichtig, als die richtige Ausrüstung.

Die besten Bosse seit Shadow of Colossus

Ein absolutes Highlight sind nach wie vor die Bosskämpfe. Wie in Shadow of Colossus klettert Ihr auf gigantische Monster und prügelt auf ihre Schwachstellen ein. Schon am Anfang des Spiels bekommt Ihr es mit einer vierköpfigen Hydra zu tun – Gänsehaut-Feeling pur! Gut, dass Ihr bei den knackigen Bosskämpfen auf die Hilfe von bis zu zwei Vasallen zählen dürft.

Einen KI-Gefährten erstellt Ihr zu Beginn selbst und levelt ihn im Spielverlauf auf. Einen weiteren Vasallen könnt Ihr - Internetverbindung vorausgesetzt - von anderen Spielern ausborgen. Es zahlt sich aus, Zeit und Gold zu investieren, denn mit etwas Geschick und Geduld wird Euer Begleiter trotz gelegentlicher KI-Aussetzer zum schlagkräftigen Kämpfer.

So gut uns die Kämpfe, die Multiplayer-Elemente und die Charakterentwicklung auch gefallen: Einige Verbesserungen hätten wir uns doch erhofft. Die für heutige Verhältnisse trockene Inszenierung kombiniert mit der lauen Story machen es gerade am Anfang schwer, sich für die Spielwelt zu begeistern. Kurz zusammengefasst: Ein Drache stiehlt Euer Herz; Ihr zieht los, es zurück zu erobern. Die große Hauptstory tritt aber fast sofort in den Hintergrund, stattdessen quält Euch das Spiel mit Quests wie "Töte X Bandidten" oder "Erschlage Y Ratten". Da sind wir heute Besseres gewöhnt!

Unser Fazit

Wer in Skyrim schon jeden Stein zweimal umgedreht hat, der kann durchaus einen Abstecher nach Gransys wagen - zumal die HD-Version von "Dragon's Dogma: Dark Arisen" nur 25 Euro kostet. Die Kämpfe, die Charakterentwicklung, das Begleitersystem, riesige Bosse und der grandiose Soundtrack machen auch heute noch jede Menge Spaß. Eine kleine Portion Leidensfähigkeit ist aber Voraussetzung, um Dragon's Dogma richtig genießen zu können. (red)

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