Hinweise auf eine illegale Nutzung des Wohnobjekts an der Wiener Straße hatten die Behörden auf den Plan gerufen. Vergangene Woche rückten der Linzer Ordnungsdienst, die Polizei und der Erhebungsdienst gemeinsam zu dem Gebäude aus, wie die Stadt nun erklärt.
Vor Ort stießen die Einsatzkräfte auf insgesamt 20 Personen, die dort übernachtet hatten. Wasser und Strom gab es in dem Haus nicht. Die sanitären Anlagen waren massiv verschmutzt und laut Stadt nicht zur Nutzung geeignet.
Zudem war das leerstehende Gebäude für die große Zahl an Menschen deutlich zu klein und wies erhebliche Mängel auf. Die weitere Nutzung wurde deshalb sofort untersagt. Alle Anwesenden mussten das Objekt verlassen.
"Die Zustände vor Ort zeigen klar, dass hier rasch gehandelt werden musste", betont Sicherheitsstadtrat Michael Raml (FPÖ). Solche Einsätze seien notwendig, wenn Menschen ihre Gesundheit und Sicherheit ernsthaft gefährdeten. Ziel sei es, "sowohl die betroffenen Personen als auch die Bevölkerung zu schützen und illegale Strukturen konsequent zu unterbinden".
Bei der Kontrolle wurden die Identitäten der angetroffenen Personen festgestellt und weitere behördliche Schritte eingeleitet. Wegen der Minderjährigen wurde auch die städtische Kinder- und Jugendhilfe eingeschaltet.
Auch im April des Vorjahres hatten die Behörden in Linz ein illegales Bettlerlager geräumt. Damals waren in einem stark vermüllten Grünbereich nahe der A7-Abfahrt Industriezeile neun Zelte entdeckt worden. Drei Personen wurden dort angetroffen, eine von ihnen vorübergehend von der Polizei festgenommen.