Eindringliche Warnung

Über 7.000 Euro Strafe: Hitzefehler ist brandgefährlich

Die extreme Hitze ist nicht nur unangenehm – sie birgt auch schlimme Gefahren. Die zweitgrößte Stadt im Land appelliert jetzt an die Bevölkerung.
Oberösterreich Heute
03.08.2026, 11:16
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Die aktuelle Hitzewelle erreicht in dieser Woche ihren absoluten Höhepunkt. "Wir gehen inzwischen mit einer Wahrscheinlichkeit von 75 Prozent davon aus, dass der österreichische Allzeitrekord von 40,5 Grad (gemessen am 8. August 2013) in den kommenden Tagen fällt", erklärt Wetter-Experte David Kaufmann von "tauernwetter.at".

Die derzeitige Prognose: Der heißeste Tag dürfte nicht mehr der Dienstag, sondern der Mittwoch sein. "Zudem könnte die ersehnte Abkühlung am Ende der Woche weniger nachhaltig ausfallen als zunächst angenommen", so Kaufmann.

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Eine weit sichtbare Folge der anhaltenden Dürre: kaum mehr Grün – sowohl auf Wiesen als auch Bäumen und Hecken. Wer etwa derzeit an der Linzer Donaulände unterwegs ist, blickt vielerorts auf gelb-braunes Gras. Die beliebte Fläche am Ufer ist ordentlich ausgedörrt.

Neben dem gar nicht schönen Anblick birgt die arge Trockenheit auch extreme Risiken: In den vergangenen Wochen mussten die Feuerwehren andauernd zu Bränden ausrücken. Das Problem: Das Löschwasser wurde immer wieder knapp.

Warnen vehement: der Welser Feuerwehrkommandant Weber und Vizebürgermeister Kroiß.
Stadt Wels

Nun warnt die Stadtpolitik von Wels (rund 66.000 Einwohner), um drohende Gefahren hintanzuhalten: Ein romantisches Lagerfeuer oder eine spontane Grillerei könnten durch einen einzigen Funkenflug einen Flächenbrand auslösen.

Ebenfalls riskant: beim Spaziergang durch ein Waldgebiet einen noch glosenden Zigarettenstummel oder eine leere Glasflasche werfen dabei. Worauf der Magistrat hinweist: Punktuelle Regengüsse täuschen dabei – der Boden bleibt im Kern ausgetrocknet und leicht entzündlich.

"Fehl am Platz"

"Lagerfeuerromantik und Barbecue-Feeling sind am Flussufer, in Wäldern und auf Wiesen wegen der hohen Brandgefahr fehl am Platz", betonen der zuständige Vizebürgermeister Gerhard Kroiß (FPÖ) und Feuerwehr-Kommandant Roland Weber. Es handle sich außerdem um Orte, zu denen Einsatzfahrzeuge im Notfall besonders schwer zufahren können.

Kroiß und Weber empfehlen dringend, besser die Waldbrandschutz-Verordnung zu beachten als leichtsinnig einen Brand zu verursachen. "Denn dann gilt es neben der Verwaltungsstrafe von bis zu 7.270 Euro auch den Feuerwehr-Einsatz zu bezahlen."

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