Grün war gestern: Wer derzeit an der Linzer Donaulände unterwegs ist, blickt vielerorts auf gelb-braunes Gras. Die sommerliche Hitze hat die beliebte Fläche am Ufer ordentlich ausgedörrt.
Besonders ins Auge sticht ein riesiger kreisrunder Fleck nahe dem Lentos. Dort stand während des Pflasterspektakels ein großes Veranstaltungszelt. Das Festival ist vorbei, das Zelt wieder abgebaut – seine braune Narbe bleibt den Linzern aber vorerst erhalten.
Doch auch rundherum hat der Rasen sichtbar Durst. Nur vereinzelt kämpfen sich noch grüne Halme durch die ausgetrockneten Flächen. Selbst die dunklen Wolken über der Stadt konnten an diesem Bild zuletzt wenig ändern, stärkere Regenfälle blieben bis dato aus.
Wie dramatisch die Lage ist, zeigen aktuelle Zahlen: Seit Jahresbeginn fielen in Linz rund 20 Milliarden Liter Niederschlag weniger als üblich. Mit dieser Menge könnte man den Pleschinger See gleich 50-mal füllen. In mehreren Monaten blieb der Regen deutlich unter dem langjährigen Durchschnitt.
Gleichzeitig schwitzt die Landeshauptstadt immer häufiger. Früher gab es in Linz im Schnitt sechs Hitzetage mit mindestens 30 Grad pro Jahr, heuer waren es bis Mitte Juli bereits 23. Auch zehn Tropennächte, in denen es nicht unter 20 Grad abkühlte, wurden schon gezählt.
Und Entspannung ist nicht in Sicht: Ab Dienstag steigen die Temperaturen wieder kräftig an. Für Mittwoch werden österreichweit 31 bis 36 Grad erwartet, am Donnerstag könnten es sogar 33 bis 38 Grad werden. Damit dürfte die nächste Hitzewelle starten – und das Braun an der Donaulände wohl noch länger bleiben.