Anwohner verjagten Tiere

Wolf schlich zu Bauernhof – Bäuerin schrie, fuchtelte

Gleich zwei Wolfs-Sichtungen innerhalb weniger Tage sorgen im Mühlviertel für Unruhe. In Ottenschlag und Peilstein näherten sich die Raubtiere.
Oberösterreich Heute
28.07.2026, 16:12
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Gleich zwei Wolfs-Sichtungen innerhalb weniger Tage sorgen im Mühlviertel für Unruhe. In Ottenschlag und Peilstein näherten sich die Raubtiere Bauernhöfen am helllichten Tag. Die Landwirte reagierten richtig und konnten die Wölfe vertreiben.

Besonders brenzlig wurde es vergangene Woche in Ottenschlag. Ein Wolf kam am frühen Abend bis auf nur vier Meter an einen Bauernhof heran. Die Bäuerin blieb ruhig, machte sich groß, schrie laut und gestikulierte. Erst dann zog sich das Tier langsam zurück.

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Nur zwei Tage später spielte sich in Peilstein eine ähnliche Szene ab. Dort näherte sich ein Wolf am späten Vormittag einem Bauernhof bis auf rund 30 Meter. Auch dieser Landwirt machte sich laut bemerkbar und vertrieb das Tier erfolgreich.

"Genau richtig", sagt der Wolfsbeauftragte des Landes Oberösterreich, Philipp Engleder-Öhler laut "OÖN". Bleibe ein Wolf stehen oder zeige sogar Interesse, solle man sich groß machen und laut auftreten. So lerne das Tier, dass es in der Nähe von Menschen nichts verloren habe.

Nach Einschätzung des Experten dürfte es sich um junge Wölfe handeln, die ihr Rudel verlassen haben und nun auf Nahrungssuche unterwegs sind. Zwar wurde kein Nutztier gerissen und niemand verletzt, dennoch sei das Verhalten auffällig. "Dass sich Wölfe untertags Höfen nähern, wollen wir nicht sehen", so Engleder-Öhler.

Behörden beobachten Lage genau

Die Lage wird nun genau beobachtet. Seit den beiden Vorfällen gab es keine weiteren Auffälligkeiten. Die Behörden stehen dazu auch mit der Jägerschaft in Kontakt.

Aktuell leben oder durchqueren laut Schätzungen zwischen 30 und 40 Wölfe Oberösterreich. Eine genaue Zahl gibt es allerdings nicht. Die Tiere legen oft bis zu 100 Kilometer pro Tag zurück und wechseln dabei problemlos zwischen Oberösterreich, Niederösterreich, Salzburg oder Tschechien.

Sollte ein Wolf erneut auffällig werden, könnte im Ernstfall auch ein Abschuss genehmigt werden. Das sei aber nur das letzte Mittel. Derzeit bestehe dafür kein Anlass, weil sich die Tiere nach der Vergrämung nicht mehr gezeigt hätten.

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