Das anhaltende Niederwasser auf der Donau bringt den Kreuzfahrttourismus zunehmend unter Druck. Wie die "OÖN" berichten, beenden mehrere Reedereien ihre Flusskreuzfahrten derzeit vorzeitig in Linz, weil die Weiterfahrt Richtung Passau aufgrund der niedrigen Pegelstände zu riskant ist.
Laut der Österreichischen Wasserstraßen-Gesellschaft viadonau sind derzeit vor allem die freien Fließstrecken der Donau im Bereich Wachau sowie östlich von Wien betroffen. Eine behördliche Sperre gibt es zwar nicht, die Entscheidung über eine Fahrt liege aber bei den Schiffsführern und den Reedereien.
Für betroffene Passagiere heißt das: Statt auf dem Wasser geht es mit dem Bus weiter. Laut Bericht wurde ein Busunternehmen aus Altenberg in den vergangenen zwei Wochen bereits mehrmals beauftragt, Gäste von Linz nach Passau zu bringen, nachdem Fünf-Tages-Kreuzfahrten vorzeitig beendet worden waren.
Auch in Linz selbst macht sich die Situation bemerkbar. Stadtführerin Veronika Landertinger schildert, dass seit mehreren Wochen deutlich mehr Führungen für ungeplant in Linz gestrandete Kreuzfahrtgäste organisiert werden müssten. Teilweise seien Touristen überrascht, statt an ihrem eigentlichen Reiseziel plötzlich in der oberösterreichischen Landeshauptstadt zu landen. Trotz der ungeplanten Zwischenstation komme Linz bei den Gästen aber gut an.
Mehrere Kreuzfahrtveranstalter wollten laut "OÖN" die vorzeitigen Reiseabbrüche nicht offiziell bestätigen. Nach Angaben der Stadtführerin seien Beteiligte sogar um Verschwiegenheit gebeten worden, um der Branche keinen Imageschaden zuzufügen.