Pool, Auto, Rasen

Extreme Trockenheit – hier gelten jetzt scharfe Verbote

Eine neue schlimme Hitzewelle hat das Land im Griff – Wasser wird vielerorts zur Mangelware. Eine Region reagiert darauf mit scharfen Verboten.
Oberösterreich Heute
30.07.2026, 11:31
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Neue Zahlen aus Deutschland untermauern die argen Auswirkungen der Klimakrise: Nicht nur die Hitzespitzen nehmen zu, auch die Durchschnittstemperatur steigt kontinuierlich an. Seit Beginn der Wetteraufzeichnungen im Jahr 1881 ist die Jahresmitteltemperatur in unserem Nachbarland bereits um 2,5 Grad gestiegen.

Das mag möglicherweise nach wenig klingen, führt aber zu einer dramatischen Veränderung für unser Ökosystem. Dieser Anstieg ist deutlich stärker als im globalen Durchschnitt. Der Grund: Landmassen erwärmen sich viel schneller als Ozeane.

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Verordnung zum Sparen

Die anhaltende Hitze hinterlässt auch in Österreich tiefe Spuren. Immer mehr Landesteile setzen jetzt auf drastische Maßnahmen. Ein eindrückliches Beispiel dafür ist der Wasserverband Grieskirchen, St. Georgen und Tollet im Hausruckviertel. Dort gilt wie berichtet seit rund einem Monat eine Verordnung zum Sparen.

Die Details: Pools dürfen nicht befüllt, Autos nicht gewaschen und der Rasen nicht aus der Trinkwasserleitung bewässert werden. In Nutzgärten dürfen Beete nur zwischen 20 Uhr und 6 Uhr gegossen werden.

"Die Menschen halten sich sehr diszipliniert an die Vorgaben", sagt der Grieskirchner Amtsleiter August Wiesinger, der auch Geschäftsführer des Wasserverbands ist, in den "OÖN". Seit Inkrafttreten der Verordnung liege der tägliche Verbrauch um 200 bis 300 Kubikmeter unter den Werten der Hitzetage Ende Juni.

"Die Einfahrt gewaschen"

Auch bei Kontrollen habe es bisher keine gravierenden Verstöße gegeben. "Wir mussten keine einzige Anzeige an die Bezirkshauptmannschaft erstatten. In zwei oder drei Fällen haben Ermahnungen gereicht, etwa weil jemand die Einfahrt gewaschen hat", so Wiesinger.

Mit Blick auf die angekündigten heißen Tage hofft man weiterhin auf die Unterstützung der Bevölkerung. Über die Website und soziale Medien werden seit Dienstag Tipps veröffentlicht, wie sich im Haushalt Wasser sparen lässt. "Wir hoffen weiterhin auf die Mithilfe der Bürger, damit wir diese Phase gut überstehen", sagt Wiesinger.

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