Bürgermeister greifen durch

"Mehr schlecht als recht" – Gemeinden geht Wasser aus

Die extreme Trockenheit bringt immer mehr Gemeinden unter Druck. Der Grund: gewaltiger Wassermangel. Bürgermeister setzen jetzt drastische Schritte.
Oberösterreich Heute
03.07.2026, 17:58
Hör dir den Artikel an:
00:00 / 02:45
1X
BotTalk
Loading...
Angemeldet als Hier findest du deine letzten Kommentare
Alle Kommentare
Meine Kommentare
Sortieren nach:

Kommentare neu laden
Nach oben

Nicht nur Zweibeiner leiden unter der schlimmen Hitze der vergangenen Tage. Fressnapf, Betreiber von Fachmärkten für die besten Freunde des Menschen, arbeitet daher an Bewusstseinsbildung seiner Kundschaft: "Hunde sind bei uns immer willkommen – bitte an der Leine", erklärt das Unternehmen auf einem Hinweisschild.

Eine weitere bittere Blüte des Klimawandels. arge Dürre. In Pöggstall (Bez. Melk, Niederösterreich) war man zuletzt in Sorge um die Wasserversorgung. Es stand sogar zur Debatte, das kühle Nass für sechs Stunden abzudrehen.

"Heute" auf Google als bevorzugte Quelle festlegen

Auch für den Wasserverband Grieskirchen, zu dem neben der Bezirkshauptstadt die Gemeinden Tollet und St. Georgen gehören, gilt seit einer Woche eine Sparverordnung: Autowäschen, Poolbefüllungen und Rasenbewässerung sind verboten, berichten die "OÖN".

Man hat die Lehren aus einer Knappheit im Jahr 2014 gezogen. "Appelle funktionieren leider nicht", sagt die Grieskirchner Bürgermeisterin Maria Pachner (ÖVP). Seit die nunmehrige Verordnung in Kraft ist, verbraucht die Bevölkerung rund ein Fünftel bis ein Viertel weniger Wasser.

In Lembach (Bez. Rohrbach) ging schon im Frühjahr das Wasser erstmals aus, man musste auf die Versorgung der Nachbargemeinde Putzleinsdorf zurückgreifen. "Momentan kommen wir mehr schlecht als recht aus", sagt Bürgermeisterin Nicole Leitenmüller (ÖVP). Aktuell prüft man Möglichkeiten für Tiefenbohrungen, um die Versorgung auszubauen und zu sichern.

"Frage des Zusammenhalts"

In Oberösterreich bestehe aktuell keine flächendeckende Knappheit, heißt es aus dem Büro des zuständigen Landesrates Stefan Kaineder (Grüne). Die Meldungen über Wassermängel bei Hausbrunnen würden aber zunehmen. Kaineder appelliert, sorgsam mit Trinkwasser umzugehen. "Das ist keine Frage des Verzichts, sondern des Zusammenhalts."

{title && {title} } red, {title && {title} } 03.07.2026, 17:58
Jetzt E-Paper lesen