In der Marktgemeinde Pöggstall (Bezirk Melk, NÖ) ist es vor Kurzem zu einem extrem hohen Wasserverbrauch gekommen – wir berichteten. Das Wasser von 22 bis 4 Uhr komplett abdrehen: Sogar das stand für die Bewohner auf dem Spiel. Jetzt kann eine kleine Entwarnung gegeben werden, trotzdem ist man noch nicht über dem Berg, teilte die Gemeinde in einem Schreiben mit.
Der Gemeinde stehen zwölf Wasserquellen (inklusive Tiefbrunnen) zur Trinkwasserversorgung zur Verfügung. Aktuell liefern diese circa 518 m³ an Trinkwasser pro Tag, heißt es in einer Ankündigung auf der Gemeinde-Website. In den letzten Wochen seien im Durchschnitt 510 m³ pro Tag an Wasser verbraucht worden – also ein Großteil.
An normalen Tagen werden am Tag im Durchschnitt circa 4,5 Liter pro Sekunde und in der Nacht 2,5 Liter pro Sekunde verbraucht. In den vergangenen Tagen stieg das drastisch an: auf circa 6,5 Liter pro Sekunde am Tag und 4,5 Liter pro Sekunde in der Nacht.
Der Wasserverbrauch war also außergewöhnlich hoch. Es konnten nicht mehr genügend Wasserreserven aufgebaut werden. Am Friedhof wurde die Versorgung mit Trinkwasser also eingestellt – es standen dort pro Tag dann circa 9 m³ Nutzwasser zum Gießen zur Verfügung.
In den letzten beiden Nächten habe sich laut Informationen auf der Gemeinde-Website der Wasserverbrauch in der Nacht aber reduziert.
Die gefährliche Situation sei aber noch nicht vorbei. Es werde weiterhin um Verständnis, Vernunft und Mithilfe beim sparsamen Umgang mit dem Trinkwasser gebeten. Unter anderem der Edelsteinpark (die Gastronomie ausgeschlossen), der Sportplatz und die Tennisplätze werden aktuell nur mit Nutzwasser (= kein Trinkwasser) betrieben.
Bürgermeister Helmut Hahn in dem Schreiben: "Ich möchte jedoch ausdrücklich darauf hinweisen, dass die Gefahr noch nicht gebannt ist. Daher ersuche ich Sie weiterhin um Verständnis, Vernunft und Ihre Mithilfe beim sparsamen Umgang mit unserem Trinkwasser. Nur gemeinsam können wir die sichere Trinkwasserversorgung auch in den kommenden Tagen und Wochen gewährleisten. Danke."