Orth an der Donau

Teures Boot-Wartehäuschen: Jetzt spricht Ortschefin

In Orth an der Donau wurde am 27. Juni ein ganz besonderes Wartehäuschen eröffnet: Das Häuschen ist in Form eines Bootes.
Olivia  Brandstetter
02.07.2026, 07:15
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In Orth an der Donau (Bezirk Gänserndorf, ) hat am Samstag, 27. Juni, ein außergewöhnliches Wartehäuschen eröffnet: ein Boot-Wartehäuschen – wir berichteten.

Vier rote Ruder

Bürgermeisterin Elisabeth Wagnes (ÖVP) erklärt im "Heute"-Gespräch: "Das Wartehäuschen steht im Herzen von Orth an der Donau." Bei "Kunst im öffentlichen Raum" konnte sich die Idee von Michael Hieslmaier und Michael Zinganel durchsetzen – das Projekt erhielt den Zuschlag.

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"Das Boot soll unsere Geschichte darstellen, die ganz eng mit dem Donaustrom und dem Schloss Orth verbunden ist", so Wagnes. Das Wartehäuschen in Form einer Ulmerschachtel, so nennt man ein solches Boot, steht auf vier roten Rudern und ist gegenüber vom Schloss – die vier Ruder weisen auch auf die vier Schlosstürme hin.

Gemeinde übernimmt Kosten nur zum Teil

"In Summe hat das Wartehäuschen 100.000 Euro gekostet", so die ÖVP-Politikerin. Davon übernimmt die Gemeinde 20.000 Euro, der Rest wird als Zuschlag vom Land NÖ gefördert.

Ein normales Buswartehaus koste laut Bürgermeisterin zwischen 15.000 und 20.000 Euro und hat eine Größe von 1,5 x 3 Meter. Um dasselbe Geld für die Gemeinde sei nun ein größeres Wartehäuschen gebaut worden – circa 2,5 Meter x 12 Meter.

"Das neue Wartehäuschen ist einfach um ein Vielfaches größer und ist weit mehr als nur eine Haltestelle", erzählt Wagnes und weiter: "Dort warten sehr viele Schüler und Schülerinnen." Unter dem neuen Bootsdach haben nun also mehr Personen Platz.

Geschichte im Häuschen

Die Ulmerschachteln haben laut Wagnes eine lange Tradition. Die erste Bevölkerung von der ganzen Region, die sogenannten Donauschwaben, seien mit solchen Ulmerschachteln in den Donauraum geführt worden. Eine Nachfahrin habe sich bei Wagnes gemeldet: "Hier ist auch die Geschichte von unserer Ortschaft aufgearbeitet worden."

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Bürgermeisterin sieht Projekt positiv

"Das alte Buswartehaus ist desolat und nicht mehr barrierefrei. Es musste erneuert werden", so die Bürgermeisterin zu "Heute". Das alte Häuschen wird in Zusammenarbeit mit einem Jugendverein abgetragen, die Planken sind dabei Erinnerungsstücke.

"Ich stehe dem Projekt sehr positiv gegenüber und bin dankbar für die Unterstützung durch das Land NÖ", so Wagnes.

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