Im Bundeskanzleramt in Berlin gibt es eine berühmte Ahnengalerie mit den Porträts aller bisherigen deutschen Bundeskanzler. Doch Angela Merkel fehlte dort bislang – trotz 16 Jahren als Regierungschefin.
Nun ist das Warten vorbei: Die Altkanzlerin hat sich doch noch malen lassen.
Wie n-tv.de unter Berufung auf die "Zeit" berichtet, hat sich Merkel vom 28-jährigen Künstler Jérémie Queyras porträtieren lassen. Seit dem Sommer 2025 traf er die ehemalige Kanzlerin immer wieder in einem eigens eingerichteten Atelier in Berlin.
Am 30. Juni wollen Merkel und der Maler das Porträt der Öffentlichkeit präsentieren. Vom 1. Juli bis 4. Oktober wird das Gemälde im Bode-Museum in Berlin ausgestellt. Danach soll es seinen endgültigen Platz in der Ahnengalerie des Kanzleramts bekommen.
Queyras hatte sich laut Merkel bereits 2022 informell bei ihr beworben. Doch erst im Juni 2025 entschied sie sich nach einer ersten Begegnung für den Maler.
Gefragt, wie es sich anfühle, demnächst als Porträt in die Ahnengalerie einzuziehen, sagte Merkel: "Es ist komisch, wenn man langsam Geschichte wird." Doch sie nehme es mit Gleichmut: "Da häng ich dann eben."
Die Idee zur Ahnengalerie stammt von Helmut Schmidt. Ihr Vorgänger Gerhard Schröder wurde von seinem Freund Jörg Immendorff gemalt. Bei der Übergabe 2007 scherzte er zu Merkel: "Da ist noch ein bisschen Platz. Wann auch immer, niemand weiß, wann Sie neben mir hängen werden."