Die ehemalige deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel (71) ist für ihre ruhige und besonnene Art bekannt. Doch bevor die heute 71-Jährige zur mächtigsten Frau Deutschlands aufstieg, hatte sie auch eine rebellische Seite.
Die Ex-Kanzlerin war von 1977 bis 1981 mit ihrem Studienkollegen Ulrich Merkel verheiratet. Kennengelernt hatten sich die beiden 1974 während des gemeinsamen Physikstudiums in Leipzig. Als Angela 27 Jahre alt war, trennte sich das Paar. Die Scheidung folgte 1982.
Wie jetzt durch die ARD-Doku "Angela Merkel – Schicksalsjahre einer Kanzlerin" bekannt wurde, wollte Merkel nach der Trennung nicht mit ihrem Ex-Mann zusammenwohnen. Da sie keine eigene Bleibe fand, besetzte sie kurzerhand eine leer stehende Wohnung in der Marienstraße in Berlin-Mitte.
Die junge Physikerin lebte illegal in der unsanierten Wohnung. An ihrem 30. Geburtstag besuchte sie ihr Vater und äußerte sich wenig wohlwollend: "Weit hast du es ja noch nicht gebracht", sagte er damals. Eine Einschätzung, die sich als gründlich falsch erweisen sollte.
Merkel war 16 Jahre lang (November 2005 bis Dezember 2021) Bundeskanzlerin der Bundesrepublik Deutschland. Sie war die erste Frau, die erste nach der Gründung der Bundesrepublik geborene und die bisher einzige in der DDR aufgewachsene Person in diesem Amt.
Im Herbst 2018 trat Merkel als CDU-Vorsitzende zurück. Nach ihrer Verabschiedung als Bundeskanzlerin im Dezember 2021 wurde es still um die Politikerin.