Angesichts der rasant fortschreitenden Klimawandels schlug Oberösterreichs Umweltlandesrat Stefan Kaineder (Grüne) in den vergangen Wochen gleich mehrmals Alarm. Zuletzt machte er darauf aufmerksam, dass im Frühjahr 2026 nicht einmal die Hälfte des üblichen Niederschlags gefallen ist.
"Die Daten lügen nicht. Dieser Frühling war viel zu trocken", betonte Kaineder. Das stelle nicht nur die Landwirtschaft vor große Herausforderungen, sondern gefährde langfristig auch die Wasserversorgung.
Die dramatischen Auswirkungen der unerbittlichen Dürre zeigen sich jetzt in Aufnahmen aus dem Innviertel: Fotograf Manfred Fesl war am Mattig-Fluss in Schalchen unterwegs. Sein Befund: "Die Regenfälle in der letzten Woche konnten die Trockenheit im Bezirk Braunau nur oberflächlich lindern."
Die schlimme Folge: Sogar die letzten Tümpel sind ausgetrocknet. Nicht nur zahlreiche Fische sind umgekommen, sondern auch ein Biber, wie Fesls erschütternde Fotos zeigen.
Die Lage ist mehr als angespannt, denn auch die Grundwasserpegel fallen weiter. Und: Laut den aktuellen Wetterprognosen ist auf absehbare Zeit mit keiner Entspannung zu rechnen.
Neue, beunruhigende Daten untermauern die Krise und zeigen jetzt: In Österreich verdunstet deutlich mehr Wasser, gleichzeitig sinken die Grundwasserstände akut.
Nach Einschätzung von Wissenschaftern dürfte sich dieser Trend fortsetzen. Studien gehen davon aus, dass vor allem im Sommer bis zur Mitte des Jahrhunderts mit weniger Niederschlag zu rechnen ist.