Ein Mord in der Innenstadt, eine Messerattacke auf offener Straße, ein Axt-Angriff am Südbahnhofmarkt und zuletzt eine Bluttat mit zwei weiblichen Todesopfern: Die Landeshauptstadt kam in den vergangenen Monaten kaum zur Ruhe, die Verunsicherung wurde immer größer, der Ruf nach Maßnahmen immer lauter.
Die Politik lud Mitte Mai zu einem Gipfelgespräch – die zentrale Botschaft: Die Angst der Bevölkerung werde ernst genommen. Die jüngsten Gewaltereignisse hätten viele Menschen beunruhigt, so Bürgermeister Dietmar Prammer (SPÖ). Er betonte aber gleichzeitig: "Linz ist eine sichere Stadt."
Nun stehe laut Prammer und Sicherheitsstadtrat Michael Raml (FPÖ) die weitere Vorgehensweise fest: Die Schwerpunkte würden u.a. auf psychosozialer Versorgung und Krisenintervention, dem öffentlichen Raum, Gewalt gegen Frauen und Gewaltschutz, Prävention sowie Suchtmitteln und Beschaffungskriminalität liegen.
Mit den zahlreichen Themenfeldern sollen sich Arbeitsgruppen befassen, deren erste Einberufung ist bis Juli geplant. Über den Sommer würden dann die Aktivitäten aufgenommen und konkrete Vorschläge erarbeitet. Im Herbst sollen umfassende Berichte vorliegen – auf deren Grundlage will die Politik über konkrete Maßnahmen abstimmen.
"Die Sicherheit der Linzer*innen hat höchste Priorität", betont der Bürgermeister. Man schaue genau hin, stimmen sich mit den zuständigen Stellen ab und werde gezielte Schritte auf den Weg bringen. "Mir ist wichtig: Sicherheit ist eine gemeinsame Aufgabe, und die Stadt Linz nimmt diese Verantwortung sehr ernst", sagt Prammer.
Raml erwartet sich sowohl eine nachhaltige Verbesserung der objektiven Sicherheitslage als auch des subjektiven Gefühls. "Sicherheitspolitik braucht Sachlichkeit, Augenmaß und nachhaltige Lösungen statt kurzfristiger Symbolpolitik."