Kerzenmeer in Linz

"Worte fehlen" – Welle der Anteilnahme nach Messer-Mord

Nach der tödlichen Attacke in Linz trauern Passanten an der Landstraße – mit Kerzen, Blumen und bewegenden Worten.
Oberösterreich Heute
17.03.2026, 09:11
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Die Bluttat in der Linzer Innenstadt lässt niemanden kalt. Nur wenige Tage nach dem tödlichen Messerangriff ist an der Landstraße eine stille Gedenkstätte entstanden. Direkt am Ort des Verbrechens legen immer mehr Menschen Kerzen ab, bringen Blumen und verharren kurz in Gedanken.

Besonders berührend: In einem Bilderrahmen wurde eine handgeschriebene Botschaft aufgestellt. Darin heißt es: "In Momenten, in denen Worte fehlen, möchte ich der Familie / den Familien meine stille Anteilnahme & tiefes Mitgefühl ausdrücken! Still schweigen werden wir niemals!"

Die Worte spiegeln wider, was viele in Linz fühlen. Immer wieder bleiben Passanten stehen, zünden Lichter an oder lesen die Nachricht. Die Anteilnahme ist groß – quer durch alle Altersgruppen.

Während die Ermittlungen gegen den 34-jährigen Verdächtigen weiterlaufen, steht für viele vor allem eines im Vordergrund: Trauer um das Opfer und Mitgefühl für die Angehörigen. Die Gedenkstätte wächst von Stunde zu Stunde.

Blutige Eskalation nach Auseinandersetzung

Am Samstagabend eskalierte in der Bismarckstraße ein Streit: Ein 34-jähriger Kroate soll mehrere Afghanen attackiert haben. Diese hatten ihn zuvor im Zuge einer Konfrontation mit einem Autofahrer zur Rede gestellt, wollten den Streit offenbar nur schlichten.

Laut Ermittlern verfolgte er die Gruppe und stach schließlich einem 24-Jährigen von hinten in den Hals. Ein 26-Jähriger wurde danach brutal attackiert, zu Boden getreten und mit dem Messer schwer verletzt. Er starb trotz sofortige Reanimation durch Ersthelfer später im Spital. Sein Begleiter überlebte schwer verletzt. Der Verdächtige wurde kurz nach der Tat von der Polizei festgenommen.

In einer ersten Einvernahme sprach er von psychischen Problemen, er leide an Schizophrenie. Die Tat gestand er laut Polizei. Diese ermittelt wegen Mordes und versuchten Mordes. Der Mann ist einschlägig vorbestraft, er saß wegen eines Messer-Angriffs sogar bereits in Haft. Es gilt die Unschuldsvermutung.

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