Krieg, Konflikte, Blackout-Gefahr: Das Land Oberösterreich stimmt die Menschen auf rauere Zeiten ein. Die weltpolitische Lage sei "komplexer und unberechenbarer geworden", warnt Katastrophenschutz-Landesrätin Michaela Langer-Weninger (ÖVP). Für das Land ist klar, dass sich auch die Menschen daheim besser auf Krisen vorbereiten sollen.
"Unsere Welt befindet sich im Umbruch. Konflikte prägen die Schlagzeilen, geopolitische Spannungen nehmen zu", sagt Langer-Weninger. Entwicklungen, die früher weit weg erschienen, seien heute plötzlich ganz nah. Als Beispiel nennt sie unter anderem das längere Blackout in Deutschland zu Beginn des Jahres und die Konflikte im Nahen Osten.
Die Landesrätin spricht sich gegen Panikmache aus: Es "geht nicht um Alarmismus und schon gar nicht darum, Angst zu schüren. Ganz im Gegenteil". Vorsorge sei "Verantwortung und ein Zeichen von Weitblick".
Ganz konkret empfiehlt das Land einen krisenfesten Haushalt: Lebensmittel, Wasser, Licht, Kochmöglichkeit, Medikamente, Hygieneartikel, Bargeld und Notfallradio sollen für zumindest zehn, besser 14 Tage vorhanden sein.
Dazu rät man zu einem Familien-Notfallplan, also eine klare Absprache: Wie bleibt man erreichbar? Wo trifft man sich im Notfall?
Infos zu Notfallplan, Vorsorge und Broschüren gibt es unter zivilschutz-ooe.at.
Auch der Zivilschutzverband OÖ drängt auf Vorbereitung im Alltag. Laut Präsident Michael Hammer sei rund die Hälfte der Oberösterreicher nicht ausreichend für den Notfall vorbereitet – in den Städten noch um einiges schlechter als am Land. Er betont: "Wenn mein Haushalt krisensicher ist, dann bin ich beruhigter." Panik führe oft zu Fehlkäufen und falschen Entscheidungen.
Dass das Thema die Menschen beschäftigt, zeigen auch die Zahlen: Mehr als 5.000 Kundenkontakte verzeichnete der Zivilschutzverband im vergangenen Jahr. 77.814 Broschüren wurden verteilt, der Familien-Notfallplan 19.580 Mal ausgegeben.