Nach dem Anschlag mutmaßlicher Linksextremisten auf eine Kabelbrücke im Südwesten von Berlin sitzen weiterhin rund 26.900 Haushalte im Dunkeln. Laut Polizeiangaben vom Dienstag sind außerdem noch 1.220 Betriebe betroffen. Die Polizei ist dort mit etwa 450 Polizisten und vier mobilen Wachen im Einsatz.
Der großflächige Stromausfall wurde durch einen Brandanschlag auf eine Kabelbrücke am Teltowkanal ausgelöst. Laut Polizei deutet alles darauf hin, dass Linksextremisten dahinterstecken. Am Samstag in der Früh waren überhaupt 45.000 Haushalte und 2.200 Gewerbeeinheiten ohne Strom. Bis Donnerstagnachmittag will der Netzbetreiber Stromnetz Berlin die Versorgung wieder komplett herstellen.
Die Polizei hält ein Bekennerschreiben einer Gruppe namens Vulkangruppe für glaubwürdig. Die Ermittlungen führt derzeit die Generalstaatsanwaltschaft Berlin. Ob die Bundesanwaltschaft in Karlsruhe den Fall übernimmt, ist noch offen.