Vogelgrippe sorgt für Engpass

Eier knapp! Darum greift Gastro jetzt im Supermarkt zu

Vogelgrippe in Europa bringt den Eiermarkt unter Druck. Auch Gastronomen greifen nun zu heimischen Supermarkt-Eiern.
Österreich Heute
16.03.2026, 12:38
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Die Vogelgrippe sorgt derzeit europaweit für Turbulenzen am Eiermarkt. Millionen Legehennen sind in mehreren Ländern ausgefallen – das spürt man auch in Österreich. Von einer echten Knappheit will die Landwirtschaft aber nicht sprechen. "Die Situation ist angespannt, aber beherrschbar", erklärte OÖ-Landwirtschaftskammerpräsident Franz Waldenberger am Donnerstag.

Millionen Hühner fehlen in Europa

Vor allem in Nordeuropa hat die Geflügelpest schwere Spuren hinterlassen. Seit Herbst seien dort rund 12 Millionen Legehennen weggefallen. In Österreich ist die Lage deutlich ruhiger, ganz ohne Folgen bleibt die Seuche aber auch hier nicht. Seit 20. November gilt in mehreren Regionen eine Stallpflicht für Geflügel – etwa entlang von Flüssen und Seen sowie in Teilen des Ostens und Südens.

Freilandbetriebe besonders betroffen

Gerade für Betriebe mit Freilandhaltung ist das heikel. In Oberösterreich etwa stammen mehr als vier von zehn Eiern aus Freilandhaltung. Damit liegt das Bundesland deutlich über dem Österreich-Schnitt. Ein zusätzlicher Faktor sorgt derzeit für Bewegung im Markt: die Gastronomie.

Viele Restaurants beziehen ihre Eier normalerweise aus anderen EU-Staaten. Wegen der Vogelgrippe fällt dort jedoch ein Teil der Produktion aus. Deshalb greifen Gastronomen aktuell verstärkt auf heimische Ware zurück – oft aus dem gleichen Angebot wie der Lebensmittelhandel. Branchenvertreter sprechen deshalb von einer vorübergehenden Schieflage: Eier, die sonst in Restaurants landen würden, fehlen teilweise in den Supermarktketten.

Mehr Produktion geplant

Trotzdem gibt die Landwirtschaft Entwarnung für die kommenden Feiertage. Zu Ostern müsse niemand Angst vor leeren Regalen haben. Österreich produziert derzeit so viele Eier wie noch nie.

Und die Branche plant sogar weiter zu wachsen: Bis 2028 sollen rund 500.000 zusätzliche Legehennen dazukommen. Damit würde der Bestand auf etwa acht Millionen Tiere steigen – und die Produktion um rund 135 Millionen Eier pro Jahr wachsen. Das Osterfrühstück dürfte also gesichert sein – auch wenn der Eiermarkt derzeit ordentlich unter Druck steht.

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