Kritiker sprechen von reiner Abzocke, um die Gemeindekassa zu füllen. Dem kontert die Politik der Bezirkshauptstadt (rund 13.000 Einwohner) mit Transparenz: Die aktuellen Positionen werden regelmäßig auf der offiziellen Website veröffentlicht. Die Infos landen im Monatsrhythmus im Internet.
Das für Bleifüße so Fatale: Die Rieder Blitzer schlagen heimlich, still und leise zu. Denn: Die moderne punktgenaue Technologie ist gut in Autos versteckt. Und die parken ganz unscheinbar am Straßenrand.
Die Geräte würden für mehr Verkehrssicherheit sorgen, betont Bürgermeister Bernhard Zwielehner (ÖVP). Die Innviertler Kommune ist nicht die einzige Gemeinde, die auf die Methode setzt: Viele Orte und Städte nutzen derartige Radargeräte, um Temposünder in die Schranken zu weisen.
Ried hat jetzt jedenfalls die neuen Standorte publik gemacht: Die Pkw stehen bis Ende Juli in der Goethestraße, der Riedbergstraße und am Teichweg.
Auch in Linz wird scharf kontrolliert: Direkt bei einem Schulweg im Stadtteil Urfahr kommt eine neue Radarbox – wer zu schnell fährt, muss zahlen.
Der Standort: die Pachmayrstraße. Nachdem Anrainer und die Oppositionspartei LinzPlus seit Monaten Alarm geschlagen hatten, zog der Stadtsenat jetzt einstimmig die Notbremse.