In der Pachmayrstraße in Linz-Urfahr kommt jetzt ein neues Radar – direkt bei einem heiklen Schulweg. Nachdem Anrainer und die Oppositionspartei LinzPlus seit Monaten Alarm geschlagen hatten, zog der Stadtsenat nun einstimmig die Notbremse.
Die neue stationäre Messstelle soll nahe des Schutzweges bei den Blindwiesen aufgebaut werden. Die Pachmayrstraße wurde in den vergangenen Jahren umfassend saniert. Neue Gehsteige, bessere Beleuchtung und Verkehrsberuhigung sollten die Situation entschärfen.
Trotzdem blieb vor allem ein Problem bestehen: Viele Autofahrer donnern trotz 30er-Zone zu schnell den Berg hinunter – genau dort, wo täglich zahlreiche Kinder die Straße queren.
"Die Sicherheit der Schülerinnen und Schüler hat für uns oberste Priorität", betont Mobilitätsreferent Vizebürgermeister Martin Hajart (ÖVP). Mit der neuen Radarbox wolle man "einen weiteren wichtigen Schritt für ein geordnetes Miteinander" setzen. Laut Stadt erfolgte die Maßnahme auf Wunsch zahlreicher Bürger.
Besonders laut hatte auch LinzPlus dort ein Radar gefordert. "Die Straße wird um satte 1,3 Millionen Euro saniert, aber die Sicherheit der vielen Schulkinder, die hier täglich queren, scheint auf der Strecke zu bleiben", sagte Gemeinderätin Brita Piovesan.
Jetzt kommt das Radar tatsächlich. Der entsprechende Investitionsantrag wurde im Stadtsenat einstimmig beschlossen. Wer in der Pachmayrstraße künftig geblitzt wird, muss rasch mit teils saftigen Strafen rechnen. Schon bei wenigen km/h zu viel in einer 30er-Zone werden oft 50 bis 90 Euro fällig. Wer deutlich schneller unterwegs ist, zahlt schnell mehrere hundert Euro.