Schutzpaket gefordert

Hitze immer extremer – 100 Millionen Euro sollen helfen

Die extremen Temperaturen sind kaum mehr auszuhalten. Besonders betroffen: Schüler und Lehrer in glutheißen Klassen. Die SPÖ fordert ein Schutzpaket.
Tobias Prietzel
30.06.2026, 03:00
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In Oberösterreichs Schulen wird derzeit vor allem geschwitzt. Fotos aus mehreren Klassen zeigten dieser Tage: Schon am Vormittag kletterte das Thermometer vielerorts auf über 30 Grad.

Für die SPÖ ist klar: So könne es nicht weitergehen. Die Partei pocht auf ein Gesamtkonzept, Neubauten etwa müssten direkt mit einer Klimaanlage ausgestattet werden.

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Jetzt konkretisieren die Sozialdemokraten ihre Forderungen: Sie wollen zusätzliche Mittel für Hitzeschutz. Die schnellste Möglichkeit, ein Budget dafür freizumachen, wäre aus ihrer Sicht, es ans Gemeindepaket zu koppeln.

Die Roten haben dafür im zuständigen Landtagsausschuss einen Abänderungsantrag eingebracht. Über einen Nachtragsvoranschlag soll ein zweckgebundenes Schutzpaket in Höhe von 100 Millionen Euro geschaffen werden. Das Geld würde dann direkt an die Gemeinden fließen, so der Plan.

Will den Schutz von Kindern und Lehrern deutlich verstärken: Doris Margreiter von der SPÖ.
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Die Details: Kinderbildungs- und Betreuungseinrichtungen, Schulen sowie Alten- und Pflegeheime sollten von den Mitteln profitieren. Das geforderte Paket setze breit an, so die SPÖ: Gefördert würden Maßnahmen von Beschattung und Begrünung über Kühlung und Belüftung bis hin zu baulichen Adaptierungen.

„Hitzeschutz ist längst eine Aufgabe der öffentlichen Daseinsvorsorge.“

"Hitzeschutz ist längst eine Aufgabe der öffentlichen Daseinsvorsorge", betont Bildungssprecherin Doris Margreiter. Es sei noch nicht zu spät, nachhaltige Lösungen zu finden – aber es sei definitiv zu spät, untätig zu bleiben. Die Kritik: "Schwarz-Blau ließ die Chance, das Paket auf den Weg zu bringen, ungenützt verstreichen."

Warnung vor Hitze-Lockdowns

Angesichts der anhaltenden Gluthitze haben auch die Grünen zuletzt Alarm geschlagen: Klimaschutzsprecherin Anne-Sophie Bauer sprach von einer "unzumutbare Situation". Ein produktiver Unterricht sei unter diesen Bedingungen nicht möglich. Man werde im kommenden Landtag einen Präventionsplan einfordern.

Es gehe mittlerweile nicht nur um die Qualität des Unterrichts, sondern auch darum, die Schüler und Lehrer vor Gesundheitsgefahren zu schützen. "Ohne Maßnahmen steuern die Schulen auf Hitze-Lockdowns zu", warnt Bauer.

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