In Oberösterreichs Schulen wird derzeit vor allem geschwitzt. Aktuelle Fotos aus mehreren Klassen zeigen: Schon am Vormittag klettert das Thermometer vielerorts auf über 30 Grad.
Die Fotos gingen nach einem Facebook-Aufruf bei SPÖ-Bildungssprecherin Doris Margreiter ein. Die Thermometer kratzten zunächst an der 30-Grad-Marke – 29 waren es am Donnerstag schon kurz nach 11 Uhr in der MS Neukirchen an der Enknach (Bez. Braunau).
Auch in Linz sieht es nicht besser aus: In der PTS Urfahr wurden am Donnerstagvormittag trotz intensiven Lüftens bereits 29,3 Grad gemessen. In der VS 3 Auwiesen zeigte das Thermometer am Mittwoch 29,1 Grad – und das laut den übermittelten Angaben sogar ohne direkte Sonneneinstrahlung.
Noch heißer war es in der VS 47 in Linz. In einer sonnenseitigen Klasse zeigte ein Thermometer bereits gegen 10 Uhr satte 32,6 Grad an. Und auch die Erwachsenen leiden: In einer Direktion der Peter-Petersen Landesschule in St. Isidor (Bez. Linz-Land) sollen am Nachmittag sogar schon 35 Grad erreicht worden sein.
Für Margreiter ist klar: So kann es nicht weitergehen. "Es haben sich bei mir unzählige Schulen gemeldet, die Situation ist unerträglich und es braucht dringend ein Gesamtkonzept", sagt sie gegenüber "Heute". Vor allem müssten Neubauten direkt mit einer Klimaanlage ausgestattet werden. "Die Notleidenden dürfen nicht unsere Kinder und Jugendlichen sowie das Lehrpersonal sein", stellt sie klar.
Zugleich warnt die Bildungssprecherin: "Hitzefrei würde Eltern vor ein weiteres Betreuungsproblem stellen." Dem hatte die Bildungsdirektion in Oberösterreich zuletzt ohnehin eine Abfuhr erteilt: Laut Linie der Behörde sollen Schulen wie berichtet flexibel reagieren – etwa mit kühleren Räumen, mehr Trinkpausen, weniger körperlicher Anstrengung oder Unterricht im Freien.