Die nächste Hitzewelle rollt über Oberösterreich: Tag für Tag klettern die Temperaturen in dieser Woche auf deutlich über 30 Grad. Während in manchen Schulen unter bestimmten Voraussetzungen jetzt sogar teilweise der Unterricht verkürzt wird, bleibt OÖ dabei: Hitzefrei gibt's nicht.
Fakt ist: Ein automatisches Hitzefrei ab einer bestimmten Temperatur gibt es in Österreich nicht. Einige Schulen im Land reagieren aber trotzdem schon auf die anhaltende Hitzewelle: Mit Zustimmung der Eltern kann zum Beispiel der Unterricht verkürzt werden.
Unter anderem werden Klassen auch in kühlere Räume verlegt, körperlich anstrengende Aktivitäten reduziert und zusätzliche Trinkpausen ermöglicht. Das Bildungsministerium betont, dass die Betreuung der Schüler weiterhin sichergestellt werden muss.
In OÖ gibt's dazu eine klare Linie: Wie die Bildungsdirektion gegenüber "Heute" erklärt, ist Hitzefrei aktuell kein Thema. Schulen würden sich schon im Vorfeld auf besonders heiße Tage einstellen. Gerade in den letzten Schulwochen sei es ohnehin üblich, den Unterricht flexibler zu gestalten.
So könnten etwa Exkursionen, Lehrausgänge oder andere Aktivitäten außerhalb des klassischen Unterrichts organisiert werden. Die Schulen würden situationsabhängig entscheiden, wie sie mit den hohen Temperaturen umgehen.
Ganz untätig bleibt man aber nicht: Über die Schulärzte wurden schon Informationen und Empfehlungen an die Schulen verteilt. Darin wird darauf hingewiesen, dass Kinder bei großer Hitze "besonders gefährdet" sind, weil sie ihre Körpertemperatur weniger effizient regulieren können als Erwachsene.
Die wichtigsten Tipps: Kinder sollen regelmäßig trinken – auch ohne Durstgefühl. Empfohlen werden Wasser und ungesüßte Tees. Leichte Kleidung, Sonnenschutz und möglichst wenig körperliche Anstrengung während der größten Hitze gehören ebenfalls dazu. Die starke Mittagssonne zwischen 11 und 16 Uhr sollte möglichst gemieden werden. Außerdem raten die Experten zu regelmäßigen Pausen im Schatten oder in kühlen Räumen.