35 Grad im Klassenzimmer

Hitze-Hammer! Kinder kollabieren im Unterricht

Die Hitze setzt Österreichs Schulen massiv zu. In einzelnen Fällen brauchten Schüler bereits medizinische Hilfe.
Newsdesk Heute
24.06.2026, 14:08
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Die anhaltende Hitzewelle bringt Österreichs Schulen zunehmend an ihre Grenzen. Aus dem Burgenland häufen sich Berichte über extrem hohe Temperaturen in Klassenräumen, gesundheitliche Beschwerden bei Schülern und erste Anpassungen des Unterrichtsbetriebs.

Der Zentralausschuss für Pflichtschullehrer berichtet von zahlreichen Rückmeldungen von Schulleitungen und Lehrkräften. Demnach wurden in den vergangenen Tagen in mehreren Schulgebäuden Temperaturen von deutlich über 35 Grad gemessen. Im Nordburgenland wurde am Mittwoch sogar die höchste Hitzewarnung ausgesprochen.

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Kinder klagen über Kreislaufprobleme

Nach Angaben der Lehrervertreter beeinträchtigen die hohen Temperaturen den Unterricht erheblich und können gesundheitliche Folgen für Schüler und Lehrpersonal haben. Mehrere Schulen meldeten zudem eine Zunahme hitzebedingter Beschwerden.

Demnach mussten vereinzelt Kinder wegen Kreislaufproblemen oder anderer gesundheitlicher Beeinträchtigungen vorzeitig vom Unterricht abgeholt werden. In einzelnen Fällen sei sogar medizinische Unterstützung notwendig gewesen.

Unterricht an hohe Temperaturen anpassen

Nach Rücksprache mit der Bildungsdirektion wurde auf bestehende rechtliche Möglichkeiten hingewiesen. Schulen können laut Schulunterrichtsgesetz bei wichtigen pädagogischen, didaktischen oder sonstigen Gründen den Unterrichtsbetrieb anpassen.

Bei anhaltend hohen Temperaturen und einer möglichen Gesundheitsgefährdung kommen demnach verschiedene Maßnahmen infrage. Dazu zählen etwa eine Verkürzung des Unterrichts, die Verlegung in andere Räumlichkeiten oder der Entfall einzelner Unterrichtseinheiten.

Gesundheit hat oberste Priorität

Eltern müssen über entsprechende Maßnahmen rechtzeitig informiert werden. Gleichzeitig ist sicherzustellen, dass Schüler ohne alternative Betreuung bis zum regulären Unterrichtsende beaufsichtigt werden. Bei einem vorzeitigen Unterrichtsende muss zudem ein sicherer Heimweg gewährleistet sein.

Aus Sicht des Gesundheits- und Arbeitsschutzes müsse das Wohl von Schülern und Lehrpersonen oberste Priorität haben. Laut Zentralausschuss würden die bestehenden gesetzlichen Möglichkeiten ein rasches und situationsgerechtes Handeln erlauben und sollten bei Bedarf konsequent genutzt werden.

Kein gesetzliches Recht auf Hitzefrei

Auch im Bildungsministerium ist das Thema präsent. Auf APA-Anfrage hieß es aus dem Büro von Bildungsminister Christoph Wiederkehr (Neos), dass man sich der Problematik bewusst sei.

Ein gesetzlich geregeltes "Hitzefrei" gibt es in Österreich allerdings nicht. Das Schulzeitgesetz stammt aus einer Zeit, in der wochenlange Hitzeperioden im Juni noch keine regelmäßige Herausforderung darstellten.

Im Gesetz ist lediglich festgelegt, dass bei Unbenützbarkeit eines Schulgebäudes, in Katastrophenfällen oder aus sonstigen zwingenden beziehungsweise im öffentlichen Interesse gelegenen Gründen schulfrei erklärt werden kann. Für Pflichtschulen können zudem die zuständigen Landesbehörden entsprechende Regelungen treffen.

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