Alarm für gefährdete Gruppen

1.100 Hitzetote – Warnung vor großer Gefahr

Immer mehr Hitzetage belasten die Gesundheit. In schweren Fällen kommt es zu Hitzekrämpfen, Hitzeerschöpfung oder sogar einem Hitzschlag.
Österreich Heute
17.06.2026, 17:10
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Hitze wird in Österreich zunehmend zu einem Gesundheitsrisiko. Während die Zahl der Hitzetage und Hitzewellen steigt, nehmen auch die gesundheitlichen Folgen zu. Allein im Sommer 2024 wurden laut Berechnungen der AGES rund 1.100 hitzebedingte Todesfälle registriert.

Die Österreichische Gesundheitskasse (ÖGK) warnt deshalb vor den Gefahren hoher Temperaturen und ruft zur Vorsorge auf. Besonders betroffen sind ältere Menschen. Mehr als 1,6 Millionen bei der ÖGK versicherte Personen sind älter als 65 Jahre und zählen damit zu den besonders gefährdeten Gruppen.

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"Klimabedingte Gesundheitsrisiken"

"Hitze zählt mittlerweile zu den größten klimabedingten Gesundheitsrisiken. Viele Beschwerden und schwere Verläufe lassen sich durch rechtzeitige Vorsorge vermeiden. Deshalb setzen wir als ÖGK konsequent auf Prävention, Gesundheitskompetenz und eine rasch erreichbare medizinische Versorgung", sagt ÖGK-Chefarzt Dr. Andreas Krauter.

Hohe Temperaturen setzen den Körper stark unter Stress. Um sich abzukühlen, erweitert der Organismus die Blutgefäße und produziert mehr Schweiß. Dadurch werden Herz und Kreislauf belastet, gleichzeitig steigt die Gefahr von Flüssigkeitsmangel.

Kreislaufprobleme, Schwindel, Dehydrierung

Zu den häufigsten Folgen zählen Kreislaufprobleme, Schwindel, Dehydrierung, Konzentrationsstörungen und Erschöpfung. In schweren Fällen kann es zu Hitzekrämpfen, Hitzeerschöpfung oder sogar einem Hitzschlag kommen.

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Besonders gefährdet sind ältere Menschen, Säuglinge und Kleinkinder sowie Personen mit Herz-Kreislauf-, Lungen- oder Stoffwechselerkrankungen. Doch auch gesunde Menschen können bei körperlicher Anstrengung oder längeren Aufenthalten in der Sonne gesundheitliche Probleme entwickeln.

Die ÖGK empfiehlt daher mehrere einfache Maßnahmen, um sich zu schützen. Wichtig sei vor allem, regelmäßig Wasser zu trinken, idealerweise bereits bevor Durst entsteht. Außerdem sollten direkte Sonne während der heißesten Stunden gemieden und körperliche Aktivitäten möglichst in die Morgen- oder Abendstunden verlegt werden.

Auch auf Warnsignale des Körpers sollte geachtet werden. Schwindel, Kopfschmerzen oder starke Erschöpfung dürfen nicht unterschätzt werden. Bei starken Kreislaufproblemen oder Anzeichen eines Hitzschlags sollte rasch medizinische Hilfe in Anspruch genommen werden.

Die Gesundheitskasse appelliert außerdem, während Hitzeperioden besonders auf ältere Angehörige, Nachbarn oder alleinlebende Menschen zu achten. Gerade ältere Personen verspüren oft weniger Durst und reagieren empfindlicher auf Flüssigkeitsverluste.

"Hitze betrifft uns alle. Deshalb ist es unsere Aufgabe, Menschen frühzeitig zu informieren und ihnen rasch Zugang zu medizinischer Versorgung zu ermöglichen. Wer die Risiken kennt und auf ein starkes Gesundheitssystem vertrauen kann, ist besser geschützt", so ÖGK-Chefarzt Krauter.

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