Wirbel um Online-Inserate

Kinderhandel auf Online-Portal? Polizei prüft Anzeigen

Dubiose Inserate mit Angaben zu Alter, Größe und Preisen von bis zu 15.000 Euro sorgen für Aufregung. Die Polizei prüft die Fälle.
Michael Pollak
24.06.2026, 13:56
Hör dir den Artikel an:
00:00 / 02:45
1X
BotTalk
Loading...
Angemeldet als Hier findest du deine letzten Kommentare
Alle Kommentare
Meine Kommentare
Sortieren nach:

Kommentare neu laden
Nach oben

Kuscheltiere um 15.000 Euro, dazu Angaben wie Alter und Körpergröße: In Sozialen Medien sorgen derzeit zahlreiche rätselhafte Inserate für Wirbel. Der Grund: Viele Nutzer glauben nicht, dass hinter den Anzeigen tatsächlich Spielzeug steckt. Stattdessen wird über einen möglichen Zusammenhang mit Kinder- oder Menschenhandel spekuliert.

Ein Beispiel, das derzeit vielfach geteilt wird: Ein Plüschtier soll 14 Jahre alt und 164 groß sein, angeboten um 15.000 Euro. In einem anderen Inserat wird eine "Figur" mit den Angaben 13 Jahre, 158 und "sehr gut" ebenfalls um 15.000 Euro angeboten.

"Heute" auf Google als bevorzugte Quelle festlegen

Die Anzeigen sollen auf der Plattform Vinted aufgetaucht sein. Offiziell bestätigt ist der Verdacht derzeit nicht. Aber: Die Hinweise beschäftigen inzwischen auch die Ermittlungsbehörden.

Bundeskriminalamt prüft Hinweise

Gegenüber "Heute" bestätigt das Bundeskriminalamt zahlreiche Meldungen aus der Bevölkerung: "Seit Dienstag bekommen wir vermehrt Meldungen zu solchen Fällen. Wir nehmen sie alle sehr ernst und prüfen intensiv."

Erzähle uns deine Story!

Wurde dir eine Beihilfe gestrichen? Kannst du dir das Leben kaum mehr leisten? Ist dir gerade etwas besonders Trauriges, Witziges oder Erstaunliches geschehen? Bewegt dich ein anderes Thema? Bist du der Meinung, dass deine Geschichte erzählt werden sollte? Dann melde dich bei uns unter [email protected]. Denn deine Story ist uns wichtig!Mail an uns

Gleichzeitig betonen die Ermittler, dass es auch eine deutlich harmlosere Erklärung geben könnte. Denkbar sei, dass jemand gezielt für Verunsicherung sorgen wolle und die Inserate "Fake" sind.

Ermittlungen auch in Deutschland

Auch in Deutschland schlagen die Anzeigen Wellen. Dort beschäftigen sich ebenfalls Polizeibehörden mit den kursierenden Screenshots und Hinweisen. Aus Frankfurt heißt es: "Bei vielen Nutzern wecken die Anzeigen den Verdacht des illegalen Kinder- oder Menschenhandels."

Auch die Polizei in Hessen verfolgt die Entwicklung genau. Dort erklärt man: "Wir nehmen diese Hinweise sehr ernst. Uns ist zudem bewusst, welche emotionalen Reaktionen und Ängste solche Beschreibungen auslösen."

Und weiter: "Nach aktuellen Erkenntnissen deutet derzeit vieles darauf hin, dass es sich hierbei um Fake-Anzeigen handelt. Dennoch gilt: Wir lassen in solchen sensiblen Bereichen keinerlei Spielraum für Spekulationen. Wir prüfen die Hinweise, um jegliche Gefahr oder Straftat auszuschließen."

{title && {title} } POM, {title && {title} } 24.06.2026, 13:56
Jetzt E-Paper lesen