Die Innviertler Strecke ist seit Jahren für ihre Gefährlichkeit berüchtigt: Auf der Altheimer Straße (B148) steigen besonders viele Lenker aufs Gas. In Weng behalf man sich zuletzt mit einem Radar, das zahlreiche Temposünder ertappte.
Dass in dem Ort erst am 19. Juli bei einer folgenschweren Frontalkollision zwei Menschen ums Leben gekommen sind, ruft jetzt die Politik auf den Plan. "Erfahrungsgemäß steigt gerade jetzt, bei Hitze und Reisestress, auch das Aggressionspotenzial", erklärt SP-Landtagsabgeordnete Gabriele Knauseder mit Verweis auf die betroffene Straße.
Sie pocht auf eine Radarkette über die gesamte Strecke, kurzfristig mehr mobile Kontrollen und zusätzlich auf eine Ausweitung der Überholverbote. Auch die Umfahrung Elling müsse rasch umgesetzt werden. "Es braucht keine weiteren Ankündigungen für die Zukunft, sondern Sofortmaßnahmen", fordert Knauseder.
Die Grünen stoßen ins selbe Horn: "Auf der Altheimer Straße scheinen alle bestehenden und bisherigen Maßnahmen an ihre Grenzen zu stoßen. Trotz Tempolimits, Überholverbot, Radarkasten und baulicher Maßnahmen reiht sich Crash an Crash", sagt Mobilitätssprecherin Dagmar Engl. Ihre Forderung: "Die beste Lösung wäre eine Form von Section-Control."
Diese sei unter strengen Kriterien auch auf Landesstraßen möglich, auf dem riskanten Abschnitt wäre die Maßnahme aus ihrer Sicht sowohl logisch als auch gerechtfertigt. Beide Politikerinnen appellieren an den zuständigen Landesrat Günther Steinkellner (FPÖ), entsprechende Schritte zu setzen. Engl macht klar: "Mehr Verkehrssicherheit darf nicht am Geld scheitern."