Große Sorge unter Hundebesitzern im Lungau: In der Gemeinde Weißpriach sind innerhalb weniger Tage drei Hunde plötzlich gestorben. Tierärztin Heidi Rauter aus Mariapfarr befürchtet, dass die Vierbeiner vergiftet worden sein könnten, das berichtet die Salzburger Nachrichten (SN).
Noch ist allerdings nicht geklärt, woran die Tiere tatsächlich gestorben sind. Rauter rät Herrchen und Frauchen deshalb, bei Spaziergängen mit ihren Hunden in Weißpriach derzeit besonders vorsichtig zu sein.
Am vergangenen Donnerstag wurde ein Bernhardiner mit starken Magenschmerzen bei der Tierärztin Rauter eingeliefert. "Der Hund hatte starke Schmerzen im Abdomen. Wir konnten zunächst nicht feststellen, ob es sich um eine Magendrehung handelt oder um eine Vergiftung", erklärt Rauter in den SN.
Weil eine Operation in ihrer Ordination nicht möglich war, wurde die Besitzerin mit dem Hund in eine andere Klinik geschickt. Doch das Tier starb noch auf dem Weg dorthin. Die Beschwerden waren nach einem Spaziergang in Weißpriach aufgetreten.
Bereits einen Tag zuvor war der Hund einer Urlauberin nach dem Gassigehen in Weißpriach plötzlich schwer erkrankt. "Die Besitzerin hat den Notruf gewählt, weil es dem Hund plötzlich sehr schlecht ging", schildert Rauter in den SN. Auch dieser Vierbeiner starb, bevor er behandelt werden konnte.
Mit Stand Montag war schließlich ein dritter Todesfall bekannt. Die Tierärztin hält eine Vergiftung für möglich. "Noch gibt es nichts Konkretes. Aber alle drei Hunde waren anscheinend vorher vollkommen gesund und starben dann ganz schnell."
Starke Magenschmerzen und Durchfall mit anschließendem plötzlichem Tod würden laut Rauter jedenfalls auf eine Vergiftung hindeuten. Gewissheit könnte eine Obduktion bringen.
"Die Urlauberin hat mir erklärt, dass sie ihren Hund obduzieren lassen will. Ob das auch passiert, kann ich nicht sagen", erklärt die Tierärztin.