Schon wieder auf der Anklagebank: Vor dem Landesgericht Salzburg musste sich am Montag ein 53-jähriger Rumäne wegen einer Serie von Einbrüchen verantworten. Für den Mann ist das besonders bitter: Bereits in einem früheren Verfahren in Niederösterreich hatte er sieben Jahre Haft ausgefasst.
Diesmal ging es unter anderem um Einbrüche in Eben und Bischofshofen. Dabei soll Beute im Wert von rund 4.000 Euro gemacht worden sein.
Der Angeklagte bestritt die Vorwürfe. Er sei unschuldig, beteuerte der 53-Jährige. Besonders die DNA-Spuren, die an den Tatorten gefunden worden waren, sorgten für Diskussionen.
Sein Verteidiger Michael Hofer lieferte dafür eine ungewöhnliche Erklärung. Die DNA des Angeklagten müsse bereits früher an den Tatorten hinterlassen worden sein: "Er war früher schon einmal am Tatort gewesen. Das war eine historische DNA, die hier verwertet wurde."
Das Gericht überzeugte diese Argumentation nicht. Es sei unwahrscheinlich und geradezu lebensfremd, dass DNA-Spuren zehn Jahre wortwörtlich "herumschlummern" würden. Die Beweislage reiche für eine Verurteilung aus.
Der 53-Jährige wollte das Urteil dennoch nicht akzeptieren und meldete Berufung an. Doch auch die Anklage geht in Berufung: Aus ihrer Sicht sind die sieben Jahre Haft zu wenig, wie der ORF berichtet.