Alarm in Salzburg

Bombendrohung an türkisches Konsulat – Täter erst 16

Ein 16-Jähriger verschickte eine Bombendrohung an das türkische Generalkonsulat in Salzburg. Kurz darauf ging er selbst zur Polizei.
Österreich Heute
16.08.2026, 11:03
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Eine Bombendrohung gegen das türkische Generalkonsulat in Salzburg brachte einen erst 16 Jahre alten Linzer vor Gericht. Der Jugendliche hatte die brisante Nachricht per E-Mail verschickt. Noch bevor sie im Konsulat gelesen wurde, ging er allerdings selbst zur Polizei und erzählte von seiner Tat. Am Dienstag wurde er am Landesgericht Linz freigesprochen.

In Begleitung seiner Eltern und seines Anwalts erschien der 16-Jährige vor Gericht, berichten die Oberösterreichischen Nachrichten (OÖN). Ihm wurde versuchte gefährliche Drohung vorgeworfen. Der Jugendliche, der derzeit seinen Pflichtschulabschluss nachholt, soll am 1. Mai die Bombendrohung verschickt haben.

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"Morgen bombe um 16:00 allah akubar", lautete die Nachricht, so die OÖN. Dazu setzte der Jugendliche ein lachendes Smiley. Ihm drohten bis zu eineinhalb Jahre Freiheitsstrafe.

Noch in der Nacht ging er zur Polizei

Entscheidend war, was danach geschah. Noch bevor die E-Mail im Konsulat gelesen wurde, meldete sich der bisher unbescholtene 16-Jährige in der Nacht bei der Polizeiinspektion Kaarstraße in Linz-Urfahr.

Dort erklärte er zunächst, dass er sich an diesem Tag eigentlich das Leben nehmen wollte, es aber nicht geschafft habe. Während er auf den Amtsarzt wartete, gestand er den Polizisten schließlich, "etwas Blödes" getan zu haben.

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Vor Gericht zeigte sich der Jugendliche laut OÖN zunächst wenig einsichtig. "Ich habe einen Spaß gemacht. Das soll man nicht so ernst nehmen."

Als Motiv gab er an, dass er sich von verschiedenen Ländern verfolgt und über sein Handy ausspioniert fühle. Richterin Margit Kreuzer hakte nach: "Und dagegen hilft eine Bombendrohung?"

"Ich habe gehofft, dass meine Mail nicht gelesen wird"

Die Richterin wollte auch wissen, warum der Jugendliche anschließend selbst zur Polizei gegangen war.

"Ich wollte dort alles sagen, was mich psychisch belastet. Ich habe gehofft, dass die Polizei jemanden kontaktiert, damit meine Mail nicht gelesen wird", erklärte der 16-Jährige.

Sein Anwalt forderte einen Freispruch. Der Bursch habe noch rechtzeitig erkannt, dass sein Verhalten falsch gewesen sei, und die Polizei informiert. Die Richterin folgte dieser Argumentation und sprach ihn nach rund einer halben Stunde frei.

Richterin warnt 16-Jährigen

Mit einer deutlichen Warnung schickte Kreuzer den Jugendlichen nach Hause: "Machen Sie so etwas nie wieder, das kann auch anders ausgehen. Ich kann Ihnen garantieren, dass Sie das nächste Mal im Gefängnis landen."

Die Staatsanwältin gab keine Erklärung ab. Damit ist das Urteil noch nicht rechtskräftig.

{title && {title} } red, {title && {title} } 16.08.2026, 11:03