Die Kärntnerin war im oberen Streckenteil noch pfeilschnell gewesen, verlor im Zielschuss aber zu viel Zeit. Und landete auf dem vierten Rang. 33 Hundertstel hinter Olympiasiegerin Lara Gut-Behrami und nur drei Hundertstel hinter Michelle Gisin, die Bronze ergatterte.
Als die mit Nummer fünf gestartete Tippler schließlich von Gut-Behrami vom Stockerl gestoßen wurde, sie realisierte, dass es der vierte Platz wird, brachen bei der 30-Jährigen alle Dämme.
"Es tut mir schon im Herzen weh", meinte Tippler, nachdem die ersten Tränen wieder getrocknet waren. "Wir sind nicht da, um Vierte zu werden", so die Speed-Spezialistin weiter.
Gleichzeitig meinte die 30-Jähgie: "Ich bin prinzipiell mit meinem Skifahren glücklich, wie ich attackiert habe. Leider habe ich dann unten einen Schnalzer bekommen. Da hat es mich hinten reingedrückt, bin ich nach außen gezogen. Das bremst dann und so bist du nicht vorne dabei", meinte Tippler, die die drei Hundertstel locker finden würde.
Allerdings freute sich Tippler auch mit Teamkollegin Mirjam Puchner, die Silber holte. "Hut ab vor der Miri, zum Glück hat sie es runtergebracht. Wir sind ein Team, da freut man sich mit. Wir haben den gleichen Servicemann", so Tippler.
Trotzdem schöpft die Kärntnerin nun Kraft für die Abfahrt: "Wir wissen, dass wir schnell sind. Man muss es eben runterbringen."