Social-Media-Exodus

Drei Parteien verlassen Musks Plattform X

SPD, Grüne und Linke legen ihre Konten auf Elon Musks Kurznachrichtendienst still. Für eine Partei ist es schon der zweite Anlauf.
Technik Heute
04.05.2026, 18:07
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In einer abgesprochenen Aktion verabschieden sich mit der SPD, den Grünen und den Linken gleich drei große Parteien vom Kurznachrichtendienst X. Stillgelegt werden nicht nur die jeweiligen Parteikonten, sondern auch die der zugehörigen Bundestagsfraktionen.

In gleichlautenden Stellungnahmen heißt es: "X ist in den letzten Jahren im Chaos versunken" und X "fördert zunehmend Desinformation". Politische Debatten würden von einem Austausch leben, "der Menschen erreicht & informiert". Deshalb würden die betroffenen Accounts stillgelegt.

Die Initiative geht laut Table.Media auf Pegah Edalatian zurück, wie heise.de berichtet. Die Politikerin ist politische Geschäftsführerin der Grünen. In mehreren Gesprächen zwischen den Parteiführungen einigte man sich auf das Vorgehen und den Hashtag #WirVerlassenX.

SPD kehrt zum zweiten Mal X den Rücken

Für die SPD ist es bereits der zweite Rückzug von X. Vor der Bundestagswahl war der Partei-Account wieder aktiviert worden. Den Parteimitgliedern wird empfohlen, den Kurznachrichtendienst ebenfalls zu verlassen und zu Bluesky zu wechseln. Allerdings wird erwartet, dass einige reichweitenstarke Politiker weiter auf X aktiv bleiben werden.

X wurde im Herbst 2022 von Elon Musk für 44 Milliarden US-Dollar übernommen. Es folgten chaotische Monate und tiefgreifende Änderungen, darunter die Umbenennung von Twitter zu X. Viele Nutzer haben den Dienst seither verlassen, profitiert haben Konkurrenten wie Mastodon, Bluesky und Threads.

Bereits Anfang 2025 hatte die Unabhängige Bundesbeauftragte für Antidiskriminierung, Ferda Ataman, die Bundesregierung dazu aufgerufen, X zu verlassen. Durch die Präsenz dort würde eine Plattform aufgewertet, "die eigentlich ein politisches Machtbeeinflussungsinstrument des reichsten Mannes der Welt geworden ist", sagte sie damals.

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