Drei Personen nach Kohlenstoffmonoxid-Unfall im Spital

Die Vergifteten wurden mit dem Rettungshubschrauber transportiert. (Symbolbild).
Die Vergifteten wurden mit dem Rettungshubschrauber transportiert. (Symbolbild).picturedesk.com
Am Freitag kam es in einer neu errichteten Almhütte in Wörschach zum Austritt von Kohlenstoffmonoxid. Mehrere Personen werden medizinisch behandelt.

Wegen ausgetretenen Kohlenstoffmonoxids (CO) musste am Freitagmorgen sowohl die Polizei als auch das Rote Kreuz in Wörschach ausrücken. Gegen 05.45 Uhr wurden die Einsatzkräfte Schneehitz-Alm (1.640 Meter) berufen, nachdem dort offenbar Kohlenstoffmonoxid ausgetreten war und dort genächtigte Personen über gesundheitliche Beschwerden klagten.

Bei den Ersterhebungen stellte sich heraus, dass ein aus dem Bezirk Liezen stammendes Ehepaar im Alter von 48 und 45 Jahren die Hütte bereits selbstständig in Richtung Tal verlassen hatte. Beide werden mit dem Verdacht einer CO-Vergiftung stationär im LKH Rottenmann behandelt. Das Besitzer-Ehepaar der erst 2020 fertiggestellten Hütte befand sich noch vor Ort, wobei auch die 52-Jährige über Übelkeit klagte. Sie wurde, mangels ausreichender Zufahrtsmöglichkeiten, von einem Rettungshubschrauber ins Krankenhaus geflogen.

Eine bereits durchgeführte Ursachenermittlung ergab, dass der Austritt des CO durch den Betrieb eines Stromaggregates in einem Nebengebäude verursacht worden sein dürfte. Dabei dürften Abgase über ein unterirdisch verlegtes Polokal-Rohr unbemerkt in das Innere der Hütte gelangt sein. Dadurch dürfte sich eine möglicherweise gesundheitsschädliche Konzentration an CO-Gasen gebildet haben. Spuren einer Verpuffung von Rauchgassen oder ein möglicher Defekt von anderen Energiequellen konnten bislang nicht erhoben werden.

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