Ein dreijähriger Bub namens Mário aus dem slowakischen Huncovce ist nach 33 Stunden intensiver Suche lebend im Wald gefunden worden. Zahlreiche Polizei-, Feuerwehr- und Rettungskräfte sowie Hunderte Freiwillige aus der nahen Siedlung beteiligten sich an der Aktion.
Die Rettung des kleinen Mário war von mehreren glücklichen Umständen begleitet. So legte der Bub rund acht Kilometer durch Felder, Wiesen und Wälder zurück – und das sogar ohne Schuhe. Zudem überstand er eine kalte Nacht beinahe ohne Kleidung, Nahrung und Wasser.
Wie "Novy Cas" berichtet, spielte auch ein Wahrsager eine entscheidende Rolle: Der in Großbritannien lebende Slowake René, der unter dem Namen Renko Star auftritt, unterstützte die Suchenden per Telefon. Er gab ihnen präzise Anweisungen, denen die Helfer folgten und die schließlich zur Auffindung von Mário führten.
Adam aus Veľký Slavkov, einer der Helfer, schilderte, wie René die Gruppe aus der Ferne leitete: "Er sagte uns genau, welchen Weg wir einschlagen müssen. Erst nach etwa zwei Stunden Konzentration gab er uns detaillierte Hinweise wie etwa eine einsame Kiefer, ein Schotterweg, eine Hütte, eine Schranke und schließlich das Gebüsch, in dem wir Mário finden würden."
Marek, der das Kind letztlich fand, bestätigte: "Wir hatten die Kamera am Handy laufen und standen ständig mit René in Kontakt. Er führte uns treffsicher direkt zu Mário."
Mário war am Montagvormittag verschwunden, als er mit anderen Kindern im Maisfeld spielte. Die Kinder kehrten ohne ihn zurück, woraufhin eine großangelegte Suchaktion begann. Rund 450 Roma aus der örtlichen Siedlung beteiligten sich an der Suche.
Die Mutter des Buben, Anna Mária, erzählte, dass sie Mário zuletzt gesehen hatte, als er sie um Suppe bat. Kurz danach war er plötzlich verschwunden. Auch nach intensiver Suche blieb er zunächst unauffindbar, bis ihn die Suchtrupps schließlich mit Unterstützung des Wahrsagers fanden.