Cool sein wollte ein 23-jähriger BMW-Lenker am Donnerstagabend offenbar im Herzen Wiens – übrig blieb ein Trümmerfeld und Verletzte. Bei dem missglückten Drift-Versuch in der Wiener City wurden insgesamt vier Fahrzeuge sowie ein Hydrant beschädigt.
Der Unfall ereignete sich im Bereich Rotenturmstraße und Lichtensteg. Laut ersten Ermittlungen war der 23-Jährige mit einem BMW M3 auf der Rotenturmstraße unterwegs. An der Kreuzung zum Lichtensteg bog er nach links ab – dabei verlor er die Kontrolle über seinen Sportwagen.
Zeugen zufolge soll der BMW beim Abbiegen ins Schleudern gekommen sein. Das Fahrzeug schlitterte daraufhin im Kreuzungsbereich Lichtensteg/Kramergasse gegen einen stehenden Pkw. Dessen Lenker hatte sein Fahrzeug bereits angehalten, nachdem er den außer Kontrolle geratenen BMW bemerkt hatte. Doch damit war die Crash-Serie noch nicht vorbei.
In weiterer Folge krachte der BMW gegen ein geparktes Fahrzeug. Durch die enorme Wucht des Aufpralls wurde dieses gegen einen Hydranten geschoben. Trümmerteile verteilten sich über die Fahrbahn. Trotz der Kollisionen setzte der 23-Jährige seine Fahrt noch fort und fuhr in den Bauernmarkt ein. Dort kam es schließlich zu einem weiteren Zusammenstoß mit einem Fahrzeug. Der BMW kam schließlich mit den rechten Rädern auf dem Gehsteig zum Stillstand.
Bei den Unfall wurden insgesamt vier Personen verletzt. Das bestätigte Rettungssprecher Daniel Melcher gegenüber "Heute". Schwere Verletzungen blieben jedoch aus. Dennoch erlitten ein 23-jähriger Mann, ein 66-Jähriger und eine 37-jährige Frau Prellungen. Eine 24-Jährige hingegen hatte neben den Prellungen auch ein Knalltrauma im Ohr.
Insgesamt wurden vier Fahrzeuge sowie ein Hydrant beschädigt. Der Sachschaden dürfte erheblich sein. Die Wiener Polizei hat die Ermittlungen zum genauen Unfallhergang aufgenommen.