Dritte Corona-Impfung wird "Mitte Oktober ein Thema"

Ab Mitte Oktober könnten in Österreich die Corona-Drittimpfungen ausgerollt werden.
Ab Mitte Oktober könnten in Österreich die Corona-Drittimpfungen ausgerollt werden.Utrecht, Robin / Action Press / picturedesk.com
Maria Paulke-Korinek, Leiterin der Impfabteilung im Gesundheitsministerium, geht weiter vom Schutz der Corona-Impfung gegen die Delta-Mutation aus.

Ein Beben ging am Montag durch die Reihen der Wissenschaftler: "Corona-Alarm um die Impfung mit Pfizer/Biontech!" Eine Studie von Forschenden der Hebräischen Universität Jerusalem lieferte neue Daten, nach denen die Impfung von Pfizer/Biontech nur zwischen 60 und 80 Prozent gegen eine Infektion mit der Delta-Variante schütze. Bei der Alpha-Variante, die erstmals in Großbritannien nachgewiesen worden war, betrug die Schutzwirkung noch 90 Prozent.

"Ich habe von diesen neuen Ergebnissen auch gehört, die sind ganz neu", sagte Maria Paulke-Korinek, Leiterin der Impfabteilung im Gesundheitsministerium, dazu im Ö1-"Morgenjournal". Alle Daten und Hinweise zeigen laut der Expertin aber darauf, "dass die Impfungen weiter wirken", nämlich gegen schwere Krankheitsverläufe und vor Spitalsaufenthalten. Möglich sei, dass gegen "die eine oder andere Variante" ein geringerer Schutz bestehe, dennoch sei Paulke-Korinek "optimistisch" und es müsse weiter das Ziel sein, möglichst viele Menschen voll zu immunisieren.

"Aber es sind die besten Impfstoffe, die wir haben"

Sowohl das Vakzin von Biontech/Pfizer, als auch AstraZeneca, würden eine "gute Wirksamkeit" gegen die Delta-Variante zeigen, so die Expertin. Dass die Maßnahmen im Angesicht der Delta-Variante zu sehr gelockert worden seien, wollte die Expertin nicht aussprechen. Aber: Man müsse die Situation ganz genau beobachten und bei Bedarf schnell reagieren. Ein Thema würden dann im Herbst wiederum Drittimpfungen werden. Wann genau? "Ab Mitte Oktober", so Paulke-Korinek, man gehe momentan davon aus, "dass nach zwei Impf-Dosen ein Schutz von neun Monaten gegeben ist".

Laut der Expertin seien die ersten Personen in Österreich mit der Zweitimpfung bereits im Jänner 2021 versorgt worden. Früher könnte es allerdings bereits bei Hochrisikopatienten mit dem dritten Stich gehen. Und was, wenn bis zum Herbst Delta dominant wird? Es könne unter Umständen sein, dass die Impfstoffe nicht so gut wirken würden, wie gegen den ersten Virus-Stamm, so die Expertin, "aber es sind die besten Impfstoffe, die wir haben". Für eine Kreuzimpfung mit verschiedenen Impfstoffen sprach sich Paulke-Korinek nicht aus: Dazu würde es noch zu wenige Daten zu Impfreaktionen und Schutz geben, zudem sei eine Kreuzimpfung laut der aktuellen Gebrauchsinformation der Impfstoffe noch gar nicht vorgesehen.

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